Achtzig Jahre nach der Teilung des britischen Indien, die zwei getrennte Nationen, Indien und Pakistan, schuf, definiert das Vermächtnis von Konflikt und Misstrauen weiterhin die öffentliche Wahrnehmung. Eine umfassende Umfrage des Pew Research Center, die zwischen Februar und Mai 2026 durchgeführt wurde, zeigt, dass die Mehrheit der Erwachsenen in beiden Ländern den anderen immer noch als ihre größte geopolitische Bedrohung betrachtet. Trotz der Bemühungen, Dialog und Zusammenarbeit zu fördern, bestehen die tief verwurzelten Feindschaften fort, die von historischen Missstände, anhaltenden Territorialstreitigkeiten und wiederholten Zyklen von Gewalt geprägt sind.
In Indien identifizierten 54% der Befragten Pakistan als die größte Bedrohung für ihr Land, gefolgt von China mit 21%. Umgekehrt nannten 43% der Pakistaner Indien als ihre primäre Sicherheitsbedenken, während Israel und die Vereinigten Staaten jeweils 24% registrierten, obwohl diese Zahlen deutlich niedriger sind als die von Indien ausgehende Bedrohung. Diese Bewertungen spiegeln nicht nur politische Spannungen wider, sondern auch breitere gesellschaftliche Einstellungen, was darauf hindeutet, dass die Angst vor dem anderen tief verwurzelt ist.
Die öffentliche Stimmung gegenüber der anderen Nation ist ebenso stark. Diese Stimmung erstreckt sich über alle demografischen Merkmale in Pakistan, was darauf hindeutet, dass die Feindseligkeit gegenüber Indien nicht auf eine bestimmte Gruppe beschränkt ist.
In Indien behauptet eine Mehrheit der Befragten, dass sowohl die indische Regierung als auch die Bevölkerung den guten Beziehungen zu Pakistan verpflichtet sind. Die Mehrheit der Pakistaner ist jedoch anderer Meinung und sagt, dass weder die indische Regierung noch ihr Volk aufrichtig in der Suche nach verbesserten Beziehungen sind. Dieser Mangel an gegenseitigem Vertrauen verschärft den Kreislauf der Feindschaft und macht die Versöhnung schwierig.
Über die unmittelbaren bilateralen Beziehungen hinaus untersucht die Umfrage, wie jede Nation globale Mächte und regionale Verbündete wahrnimmt. Die Pakistaner bewerten China konsequent als ihren wichtigsten Verbündeten, wobei 75% Peking als solchen bezeichnen, gefolgt von Saudi-Arabien mit 12%. Inzwischen legen die Inder größeren Wert auf Russland, wobei 36% Moskau als ihren wichtigsten Verbündeten identifizieren, während 16% die Vereinigten Staaten nennen.
Im Gegensatz dazu äußern 83% der Pakistaner Vertrauen in den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, was die strategische Bedeutung der chinesisch-pakistanischen Beziehungen unterstreicht. Die Ergebnisse zeigen ein breiteres Muster der Skepsis gegenüber ausländischer Intervention und Ausrichtung. Während die Inder im Vergleich zu den Pakistanern eine positivere Sicht auf Russland und seinen Führer Wladimir Putin zeigen, bleibt die allgemeine Stimmung vorsichtig. Nur 23% der Inder haben eine günstige Sicht auf China, während 25% der globalen Führung von Xi Jinping vertrauen. In den Vereinigten Staaten betrachten 45% der Amerikaner Indien günstig, während 50% eine ungünstige Meinung haben.
Die Umfrage zeigt auch Einblicke aus anderen südasiatischen Nationen, die unterschiedliche Perspektiven offenbaren. Die Sri Lankaner zeigen die höchste Positivität gegenüber Indien, wobei 79% positive Ansichten äußern, während Bangladesch und Pakistan kritischer sind. Unter den vier befragten Ländern, Indien, Pakistan, Bangladesch und Sri Lanka, haben nur 7% der Pakistaner eine günstige Sichtweise auf Indien, was die Tiefe des historischen und kulturellen Risses zwischen ihnen unterstreicht.
Diese Unterschiede unterstreichen die Komplexität der regionalen Dynamik und die Herausforderungen, dauerhafte diplomatische Beziehungen aufzubauen.
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