Der indische Aktivist Sonam Wangchuk, der seit 20 Tagen in einem Hungerstreik gegen das indische Bildungssystem protestiert hatte, wurde von der Polizei in Delhi gewaltsam ins Krankenhaus gebracht, nachdem sich seine Gesundheit verschlechtert hatte. Der Hungerstreik war Teil einer breiteren Bewegung, die den Rücktritt des Bildungsministers Dharmendra Pradhan wegen eines Prüfungsskandals im Zusammenhang mit Studenten-Selbstmorden forderte. Hunderte von Studenten und Mitgliedern der Cockroach Janta Party (CJP) unterstützten Wangchuk an der Proteststelle in Neu-Delhi. Die Polizei soll ihn vor seiner Beförderung mit weißen Laken bedeckt haben, was die Aktivisten als Entführung bezeichneten. Ein Gericht ordnete die tägliche medizinische Überwachung von Wangchuk an und seine Frau betonte die Notwendigkeit der Einwilligung der Familie vor der Behandlung. Nach seiner Entfernung schwor CJP-Gründer Abhijeet Dipke, den Protest fortzusetzen und einen Marsch zum Parlament zu planen.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird der Aktivismus als legitime öffentliche Herausforderung an die Regierung dargestellt, die moralische Dringlichkeit der Sache betont und die polizeilichen Maßnahmen als übertrieben dargestellt.





