Laut einer neuen Studie, die in Nature News veröffentlicht wurde, verstärken steigende atmosphärische Kohlendioxidwerte direkt das Wachstum von C4-Grasen. Die Studie zeigt, dass steigende CO2-Konzentrationen eine erhöhte Biomasseproduktion in wilden C4-Grasen vorantreiben, insbesondere in trockenen Umgebungen. Basierend auf einer Meta-Analyse von 70 kontrollierten CO2-Zusatz-Experimenten und 32 Jahren Feldbeobachtungen aus Südafrika fanden Wissenschaftler heraus, dass C4-Grasen, dominierende Pflanzen in tropischen und subtropischen Savannen, deutlich auf erhöhte CO2-Werte reagieren. 37 Tonnen Kohlenstoff pro Hektar jährlich.
Diese Erkenntnis stellt die bisherigen Annahmen in Frage, dass C4-Gräser relativ unempfindlich gegenüber Veränderungen des atmosphärischen CO2 sind. Die Studie hebt die physiologischen Mechanismen hinter dieser Reaktion hervor. In experimentellen Umgebungen zeigten C4-Gräser bei höheren CO2-Werten eine reduzierte Stomatalleitfähigkeit, was den Wasserverlust begrenzt und gleichzeitig mehr Kohlenstoff absorbieren lässt. Diese Anpassung verbessert ihre Wasserverbrauchseffizienz, was zu einer größeren Biomasseansammlung führt. Feldbeobachtungen bestätigten diese Ergebnisse und zeigten einen anhaltenden Anstieg der C4-Grasbiomasse über mehrere Jahrzehnte.
Simulationen mit Hilfe des Community Land Models legen ferner nahe, dass diese positiven Effekte unter zukünftigen Klimaszenarien bestehen bleiben oder sich sogar verstärken könnten, unter der Annahme eines anhaltenden Anstiegs des atmosphärischen CO2. Die Auswirkungen reichen über die lokalen Ökosysteme hinaus. C4-Gräser machen etwa 30% der globalen terrestrischen Primärproduktion aus, was sie zu einem kritischen Bestandteil des Kohlenstoffkreislaufs der Erde macht. Ihr verstärktes Wachstum könnte die regionale Kohlenstoffspeicherung beeinflussen und möglicherweise das Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffbindung und Freisetzung verändern.
Faktoren wie die Häufigkeit von Bränden, Pflanzenfressung und Wechselwirkungen mit hölzernen Pflanzen können bestimmen, ob der zusätzliche Kohlenstoff im Ökosystem zurückgehalten oder in die Atmosphäre freigesetzt wird. Diese Rückkopplungsschleifen erschweren die Bemühungen, langfristige Auswirkungen auf das globale Kohlenstoffbudget vorherzusagen. Die Forschung über die direkten Auswirkungen von CO2 auf die Pflanzenproduktivität hat durch Netzwerke von Experimenten zur Anreicherung von CO2 in freier Luft (FACE) an Dynamik gewonnen. Diese Studien haben unterschiedliche, aber im Allgemeinen positive Reaktionen gezeigt, einschließlich einer erhöhten Photosynthese, reduzierter Wasserverluste und höherer Biomasse.
Viele dieser Experimente konzentrierten sich jedoch auf gemäßigte Wiesen und kontrollierte Umgebungen, was Lücken im Verständnis dafür hinterließ, wie C4-Gräser in tropischen und subtropischen Regionen reagieren könnten. Während die langfristige Überwachung in tropischen Wäldern begonnen hat, einige dieser Wissenslücken zu schließen, waren ähnliche Bemühungen in Savannen begrenzt. Dieser Mangel an Daten hat eine genaue Modellierung davon behindert, wie sich veränderte CO2-Spiegel auf Savanne-Ökosysteme und ihre Wechselwirkungen mit anderen Biomen auswirken könnten.
Dieser Mechanismus reduziert typischerweise das Ausmaß, in dem C4-Pflanzen von steigenden CO2-Spiegeln im Vergleich zu C3-Pflanzen profitieren. Bei wilden C4-Gräser scheint die Effizienz dieses Systems jedoch geringer zu sein, was beobachtbare CO2-Düngungseffekte ermöglicht. Im Gegensatz dazu weisen kultivierte C4-Pflanzen, die selektiv für einen hohen Ertrag gezüchtet wurden, oft verminderte Reaktionen auf, da ihre optimierte Physiologie die Vorteile der CO2-Konzentration negiert. Diese Unterscheidung deutet darauf hin, dass wilde C4-Gräser eine größere Empfindlichkeit gegenüber Umweltveränderungen bewahren können und Einblicke in die Anpassung natürlicher Systeme an laufende Klimaveränderungen bieten.
Während die Forscher Modelle der Reaktionen der Ökosysteme auf den Klimawandel verfeinern, fügen die wachsenden Beweise für CO2-getriebene Verbesserungen der C4-Grasproduktivität den Vorhersagen über den globalen Kohlenstoffkreislauf eine weitere Schicht an Komplexität hinzu. Mit kontinuierlicher Überwachung und erweiterten experimentellen Rahmenbedingungen hoffen die Wissenschaftler, besser zu verstehen, wie diese Veränderungen die zukünftige ökologische Dynamik prägen und Strategien für die Bewirtschaftung der Landressourcen in einer sich erwärmenden Welt beeinflussen könnten.
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