Sexuelle Übergriffe und Belästigungen auf irischen Bahnstrecken wurden in den letzten zehn Jahren gemeldet, wobei seit 2015 mehr als 179 Vorfälle mit unanständigem Verhalten, sexuellen Übergriffen und unangemessenem Verhalten von Passagieren und Mitarbeitern dokumentiert wurden.
In einem anderen Fall wurde ein Teenager-Mädchen angeblich in einem Zug, der später im selben Jahr von Waterford nach Limerick Junction fuhr, sexuell angegriffen. Die Polizei reagierte auf beide Vorfälle und die betroffenen Personen wurden ins Krankenhaus gebracht. Diese Fälle unterstreichen die Schwere des Problems und die Notwendigkeit erhöhter Sicherheitsmaßnahmen. Andere Berichte beinhalteten Fälle von Passagieren, die unangemessene Bilder oder Videos von anderen, einschließlich Minderjährigen, aufnahmen.
Eine Frau erzählte auch, dass sie von einem Mann in eine Toilette verfolgt wurde, der angeblich eine unanständige Handlung begangen hatte, bevor sie von seinen Handlungen wusste. Eine andere Person wurde 2021 in Connolly Station verhaftet, weil sie angeblich vor Minderjährigen masturbiert hatte, was darauf hindeutet, dass einige Täter rechtlichen Konsequenzen ausgesetzt waren. Die Aufzeichnungen der Irish Rail zeigen, dass die höchste Anzahl von Vorfällen, 43, im Jahr 2020 gemeldet wurde, gefolgt von 30 im Jahr 2025. Die Daten, die durch eine Informationsfreiheitsanfrage von RTÉ Radio erhalten wurden und von Irish Rail mit The Irish Times geteilt wurden, zeigen, dass die meisten Vorfälle als unanständiges Verhalten eingestuft wurden.
Ein Sprecher der Irish Rail erklärte, dass Vorfälle sexueller Belästigung und Übergriffe zwar "extrem selten" seien, vor allem aber angesichts der 410 Millionen Fahrten zwischen 2016 und 2025, aber weiterhin ein ernstes Problem seien.
Als Reaktion auf die wachsenden Bedenken kündigte das Verkehrsministerium an, dass es aktiv daran arbeitet, eine Transportsicherheitstruppe zu gründen. Diese Initiative, die im Programm für die Regierung beschrieben wird, ist eine Priorität für den Verkehrsminister Darragh O'Brien. Ein vorgeschlagenes Modell wird derzeit überprüft, mit Plänen, eine Primärgesetzgebung zu entwickeln, um die Truppe zu ermöglichen. Obwohl der Prozess Zeit in Anspruch nehmen kann, zielen Beamte darauf ab, die Gründung im Jahr 2026 voranzutreiben.
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