Am Freitag schlugen heftige Regenfälle Teile des südlichen und zentralen Gujarat, was zu weitreichenden Überschwemmungen, Evakuierungen und dem Einsatz von Notkräften führte. Die Behörden legten 13 Bezirke unter Rotwarnung, darunter Ahmedabad, Surat, Navsari und Vadodara, während andere unter einer orange Alarm standen. Über 5.100 Menschen wurden an sicherere Orte evakuiert, wobei Navsari die höchste Anzahl von Evakuierungen mit 2.082 registrierte. Rettungsteams retteten 11 Personen, darunter 10 aus dem Bezirk Narmada und eine aus Chhota Udepur. Die Staatsregierung aktivierte die National Disaster Response Force (NDRF), die State Disaster Response Force (SDRF) und Armee-Einheiten, um die Krise zu bewältigen.
Der Regen, der zwischen 6 und 12 Uhr nachmittags ausbrach, verursachte erhebliche Störungen, wobei Umarpada in Surat den höchsten Regen mit 203 mm erhielt. Mehrere Stauseen wurden in Alarmbereitschaft versetzt, wobei 21 der 206 Stauseen des Staates ihre volle Kapazität erreichten oder überschritten. Der starke Regensturm löste die sofortige Aktion der lokalen Behörden aus, die mit den Katastrophenhilfe-Teams koordinierten, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. In Vadodara wurden drei NDRF-Teams eingesetzt, während in Ahmedabad, Surat und Navsari jeweils zwei Armeekolonnen für die Notfallreaktion stationiert waren. Die Situation veranlasste die Beamten, den Wasserstand zu überwachen und sich auf mögliche Überschwemmungen vorzubereiten.
Neben den Evakuierungen konzentrierten sich die Rettungseinsätze auf Gebiete, in denen das Hochwasser das größte Risiko darstellte. Der Einsatz mehrerer Teams unterstrich das Ausmaß der Herausforderung, der die Region gegenübersteht, insbesondere angesichts der Intensität des Regens und der Verletzlichkeit bestimmter Bezirke. Inzwischen ereignete sich in Maharashtra eine separate Tragödie, als ein vierstöckiges Gebäude in Bhiwandi einstürzte, bei dem mindestens neun Menschen starben und mehrere andere unter dem Schutt gefangen waren.
Trotz der Warnungen waren Reparaturarbeiten im Gange, als ein Teil des Gebäudes einstürzte. Lokale Bewohner berichteten, dass sie vor dem Einsturz laute Rissgeräusche hörten, während einige Insassen noch drinnen waren und andere versuchten, sich zu evakuieren. Rettungsteams, darunter Mitglieder der Nationalen Katastrophenhilfe (NDRF), der Bhiwandi-Feuerwehr und der Polizei, erreichten den Tatort und begannen mit der Suche und Rettung mit geschulten Schnüfflerhunden und Aushubgeräten. Die Behörden haben die genaue Ursache des Einsturzes noch nicht ermittelt, obwohl vorläufige Untersuchungen darauf hindeuten, dass die strukturelle Integrität des Gebäudes trotz vorheriger Sicherheitsbewertungen beeinträchtigt wurde.
Am Freitag lag die Zahl der Todesopfer bei neun, wobei weitere Opfer befürchtet wurden. Diese Tragödie trägt zu einer wachsenden Liste von Todesopfern bei, die mit wetterbedingten Vorfällen in der Region verbunden sind. Mit der Fortsetzung der Monsunsaison stellten Beamte im Bezirk Thane fest, dass die Zahl der Todesopfer durch solche Ereignisse auf mindestens 27 gestiegen ist, wobei 20 weitere verletzt wurden.
In Gujarat konzentriert sich der Fokus weiterhin auf die Bewältigung von Hochwasserrisiken und die sichere Umsiedlung der betroffenen Bevölkerung. In Maharashtra liegt die Priorität auf der Wiederherstellung der Opfer des Gebäudeabbaus und der Stabilisierung der Baustelle für weitere Untersuchungen. Beide Staaten haben Ressourcen mobilisiert, um diese Krisen zu bewältigen, was die breiteren Auswirkungen saisonaler Wettermuster auf die öffentliche Sicherheit und die Widerstandsfähigkeit der Infrastruktur widerspiegelt.
In Maharashtra unterstreicht der Vorfall die Notwendigkeit einer strengeren Durchsetzung der Gebäudesicherheitsbestimmungen und einer verbesserten Koordination zwischen den kommunalen Behörden und den Aufsichtsbehörden für den Bau. Die kombinierten Auswirkungen von starkem Regen und Strukturfehlern dienen als ernüchternde Erinnerung an die Schwachstellen, die durch extreme Wetterbedingungen ausgesetzt sind.
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