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Ifo Institut: Tankrabatt wurde nur weitergegeben
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Ifo Institut: Tankrabatt wurde nur weitergegeben

Das ifo-Institut schätzt, dass der Tankrabatt, der im Mai 2023 eingeführt wurde, bei Diesel nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben wurde. Laut Berechnungen wurden lediglich 12 Cent pro Liter weitergegeben, während die Steuer den Preis um 16,7 Cent senkte. Bei Super E5 und Super E10 lag die Weitergabe näher am Steuersparnis. Die Forscher erwarten, dass die Preise ab Juli wieder steigen, da der Rabatt endet. Die CDU und SPD lehnten eine Verlängerung ab und kündigten an, bei hohen Preissteigerungen zu reagieren. Der Tankrabatt kostet 1,6 Milliarden Euro, wobei ein Teil der Mittel bei Mineralölkonzernen blieb. Die Ergebnisse des ifo-Instituts stimmen nicht mit jenen der Monkommission überein, die auf unterschiedliche Methoden zurückgeführt wurde.

Der Bundesrat hat kürzlich den Weg für eine Spritpreisdeckel ebnet, die als direkte Fortsetzung der sogenannten Tankrabatte angesehen wird. Die Tankrabatte, die bislang als staatliche Förderung für die Bevölkerung gedient hat, endete am 30. Juni. Die Regierung plant nun, den Verbrauchern einen ähnlichen Vorteil zu gewähren, um die steigenden Kraftstoffpreise zu mildern.

Die Idee ist, den Spritpreis durch eine Deckel zu begrenzen, um den Haushalten finanzielle Entlastung zu verschaffen, insbesondere in Zeiten, in denen die Energiekosten aufgrund globaler Faktoren sprunghaft ansteigen.

Nach Angaben des ifo Instituts in München wurde der Tankrabatt nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben. Bei Diesel lag die Weitergabe bis zum 25. Juni bei durchschnittlich 12 Cent pro Liter, während die Steuerersparnis bei 16,7 Cent lag. Im Vergleich dazu zeigte sich bei Super E5 und Super E10 eine viel bessere Weitergabe, wobei die Steuersenkung fast vollständig an die Kunden weitergegeben wurde. Diese Daten zeigen, dass die Umsetzung des Tankrabatts nicht homogen erfolgt ist und dass die Mineralölkonzerne möglicherweise einen Teil der Erleichterung behalten haben.

Christian Gréus, Doktorand am ifo-Institut, könnte dies bedeuten, dass ein Teil der Mittel nicht direkt dem Endverbraucher zugutekommt, sondern vielmehr dem Unternehmen.

Die Preise sind nach der Auslaufphase der Tankrabatte erwartet worden, und zwar bereits Anfang Juli. Die Entscheidung der Union und der SPD, den Tankrabatt nicht zu verlängern, basierte auf der Annahme, dass bei einem starken Preisanstieg rasch reagiert werden müsse. Ramona Schmid vom ifo-Institut erklärt, dass die Preise inzwischen leicht gesunken sind, da der Ölpreis zuletzt zurückgegangen ist. Dennoch bleibt die Situation spannend, da die Preise weiterhin von internationalen Marktfaktoren beeinflusst werden. Sollte es zu einer diplomatischen Einigung zwischen den USA und dem Iran kommen, könnten sich die Kraftstoffpreise wieder normalisieren.

Das ifo-Institut gründete seine Schätzungen auf einem Vergleich mit den Spritpreisen in Frankreich. Ziel war es, zwischen allgemeinen Preisentwicklungen, wie etwa dem Rückgang der Ölpreise, und dem spezifischen Effekt der Tankrabatte zu unterscheiden. Diese Methode ermöglichte eine präzisere Analyse der Weitergabe der Steuersenkung an die Verbraucher. Allerdings gibt es Abweichungen in den Ergebnissen, wenn man andere Studien wie jene der Monopolkommission betrachtet.

Zudem gab es bisher keine klare Positionierung der Wirtschaftsverbände, die in der Vergangenheit immer betont haben, dass der Steuererlass vollständig weitergegeben wurde. Es zeigt sich, dass die Frage, ob der Tankrabatt effizient umgesetzt wurde oder nicht, noch immer Gegenstand intensiver Diskussionen ist. Die verschiedenen Studien und Berichte unterstreichen, dass die Weitergabe der Steuererleichterung nicht einheitlich erfolgte und dass verschiedene Akteure unterschiedliche Interpretationen und Methoden anwenden.

In Zukunft wird es wahrscheinlich weitere Untersuchungen und Debatten geben, insbesondere im Hinblick auf die neuen Maßnahmen, die der Bundesrat jetzt beschlossen hat. Ob die Spritpreisdeckel tatsächlich die gewünschte Wirkung entfaltet, hängt maßgeblich davon ab, wie gut die Politik die Bedürfnisse der Verbraucher berücksichtigt und ob die bestehenden Unterschiede bei der Weiterführung der Steuersenkung korrigiert werden können. Die nächsten Monate werden daher entscheidend sein, um zu sehen, ob die neue Strategie langfristig erfolgreich ist.

2 Berichte

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Nachfolger des Tankrabatts: Bundesrat ebnet Weg für Spritpreisdeckel - n-tv.de - n-tv.de

The German Federal Council has paved the way for a fuel price cap, which is intended to serve as a successor to the previously introduced tank discount. This measure aims to provide relief to consumers facing high gasoline prices by limiting how much retailers can charge for fuel. The decision follows growing public pressure and concerns over the economic impact of rising energy costs. While the exact implementation details remain unclear, the move signals a potential shift in government intervention in the energy market.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): The article reports on a legislative development involving government action on a contentious issue—fuel pricing—which is inherently political. However, the framing remains neutral, presenting the fact that the Federal Council has moved forward with the proposal without overtly favoring any side. No

heise online logoheise onlineUnabhängigMittevor 5 Tagen
Ifo Institut: Tankrabatt wurde nur weitergegeben

Das ifo-Institut schätzt, dass der Tankrabatt, der im Mai 2023 eingeführt wurde, bei Diesel nur teilweise an die Verbraucher weitergegeben wurde. Laut Berechnungen wurden lediglich 12 Cent pro Liter weitergegeben, während die Steuer den Preis um 16,7 Cent senkte. Bei Super E5 und Super E10 lag die Weitergabe näher am Steuersparnis. Die Forscher erwarten, dass die Preise ab Juli wieder steigen, da der Rabatt endet. Die CDU und SPD lehnten eine Verlängerung ab und kündigten an, bei hohen Preissteigerungen zu reagieren. Der Tankrabatt kostet 1,6 Milliarden Euro, wobei ein Teil der Mittel bei Mineralölkonzernen blieb. Die Ergebnisse des ifo-Instituts stimmen nicht mit jenen der Monkommission überein, die auf unterschiedliche Methoden zurückgeführt wurde.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Die Berichterstattung bleibt neutral und präsentiert sowohl die Ergebnisse der ifo-Institute als auch die Unterschiede zu anderen Studien wie der Monopolkommission.

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