Der Ökonom Michael Pettis argumentiert, dass eine "große Neuausgewogenheit" im Welthandel unvermeidlich ist, wobei China wahrscheinlich die Hauptlast der Kosten trägt. Er hebt historische Präzedenzfälle hervor, bei denen Handelsungleichgewichte zu Wirtschaftskrisen führten, wie in Lateinamerika, Ostasien und Südeuropa, und betont, dass Macht, nicht Tugend, bestimmt, wer die Last trägt. Pettis schlägt vor, dass die USA zwar in der Lage sind, erheblichen Schaden zu vermeiden, China jedoch aufgrund seiner Abhängigkeit von Exporten und seiner begrenzten Fähigkeit, Kapitalflüsse zu kontrollieren, einer größeren Exposition ausgesetzt ist. In der Zwischenzeit haben die USA 60 Volkswirtschaften neue Zölle von 10-12,5% auferlegt, und der IWF meldet Chinas Leistungsbilanzüberschuss im Dezember 2025 auf 3,3% des BIP, wobei ein schwaches Einzelhandelswachstum eine Verlangsamung der Verbrauchernachfrage bedeutet.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel diskutiert zwar ökonomische Theorien und mögliche geopolitische Implikationen, nimmt jedoch keine klare ideologische Haltung ein. Er stellt Pettis' Argumente dar, ohne sie offen zu unterstützen, und enthält Daten des IWF und erwähnt US-Zollmaßnahmen ohne ausdrückliche Vorurteile gegenüber einer Seite.





