Die Identität der Regionen Donezk und Luhansk ist seit langem ein Thema der Debatte, insbesondere da Russland weiterhin seine historischen Ansprüche auf diese Gebiete geltend macht.
Die heutigen Donetsk- und Luhansk-Regionen entstanden erst viel später als zusammenhängende politische oder administrative Einheiten, insbesondere im 19. Jahrhundert, als die Industrialisierung begann, das Gebiet umzugestalten. Schon im 17. Jahrhundert gründeten die Zaporizhian-Kosaken eine militärisch-administrative Einheit namens Kalmytskyi Palko, die schließlich Städte wie Mariupol und Donetsk hervorbrachte.
Mariupol, eine Stadt, in der viele Einwohner seit Generationen leben, bietet ein auffallendes Beispiel für das vielfältige Erbe der Region. Seine Geschichte reicht bis ins Jahr 1778 zurück, als Katharina die Große die Krim-Griechen in die Gegend verlegte. Im Laufe der Zeit ließen sich Armenier, Juden, Kosaken und später Italiener dort nieder und schufen ein multikulturelles Umfeld am Ufer des Flusses Kalmius und an den Ufern des Asowschen Meeres. Diese Vielfalt widerspricht der Vorstellung, dass die Region jemals ausschließlich oder sogar überwiegend russisch war.
Die Stadt, die heute als Donezk bekannt ist, hatte einen anderen Anfang. Ursprünglich benannt Yuzivka nach John Hughes, einem walisischen Ingenieur, der 1869 eine metallurgische Anlage und eine Kohlemine im Tal des Kalmius-Flusses gründete, wuchs die Siedlung aufgrund des Zustroms ausländischer Arbeiter rasant.
Stattdessen entstand sie aus den ausgedehnten Steppen, die von nomadischen Völkern bewohnt und durch den Einfluss mehrerer Imperien geformt wurden.
Unter dem Russischen Reich wurde die Region Ende des 18. Jahrhunderts Teil des kaiserlichen Territoriums. Politische Zugehörigkeit war jedoch nicht gleichbedeutend mit ethnischer Homogenität. Das Reich bevölkerte das Gebiet mit Individuen aus verschiedenen Hintergründen, darunter Ukrainer, Russen, Griechen, Deutschen und Serben. Von Anfang an entwickelte sich der Donbas als multiethnischer Raum, beeinflusst durch den breiteren europäischen Industrieprozess, anstatt innerhalb der russischen Sphäre isoliert zu sein.
Die Volkszählungsdaten aus dem Jahr 1897 zeigen, dass die ländlichen Gebiete überwiegend ukrainischsprachig waren, während die Städte eine größere Russisierung als Folge der Industrialisierung aufwiesen, nicht als Beweis für eine grundsätzlich russische Identität.
Trotzdem bleibt die Frage: Warum gibt es heute eine große Anzahl russischsprachiger Menschen in der Region? Die Antwort liegt in der jüngeren Geschichte, insbesondere in der Zeit von 1932-1933 als Holodomor, einer vom Menschen verursachten Hungersnot, die von Stalins Regime in der Ukraine orchestriert wurde. Während dieser Zeit kamen Millionen ums Leben, und die demografische Landschaft der Region wurde erheblich verändert. Viele Überlebende flohen in andere Teile der Sowjetunion, während andere gewaltsam in die dominierende russischsprachige Bevölkerung umgesiedelt oder assimiliert wurden.
Diese Ansicht übersieht jedoch die tief verwurzelte Vielfalt und Komplexität der Vergangenheit des Gebiets, die der Sowjetzeit vorausgeht und über sie hinausgeht.
2 Berichte
Nova24TVParteinahProgressivFaktentreue 85Objektivität 80vor 12 Tagen Die Identität der Don- und Lugansk-Region: Warum der Donbass nicht immer russisch istDer Artikel stellt die allgemeine Auffassung in Frage, dass die Donbass-Region in der Ukraine von Natur aus russisch ist, und argumentiert stattdessen, dass sie eine komplexe Geschichte hat, die von mehreren Kulturen und Einflüssen geprägt ist. Er hebt hervor, dass der Begriff "Donbas" sich eher auf ein wirtschaftlich-geographisches Konzept als auf ein historisches russisches Territorium bezieht. Der Artikel erklärt, dass das Gebiet historisch Teil der Steppengrenzen war, die als "Divje polje" bekannt waren und später von den Kosaken unter zaristischem Russland kontrolliert wurden. Er betont die multikulturelle Natur von Städten wie Mariupol, die vor der Einbeziehung in die Sowjetunion griechische, armenische, jüdische und italienische Gemeinschaften hatten.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): In dem Artikel wird die geschichtliche Erzählung des Donbass als nicht-russisch dargestellt und nationalistische Behauptungen über ethnische Kontinuität in Frage gestellt.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 80): Similar to the first article, this piece provides historical context and challenges the 'always Russian' narrative, referencing the same events and cultural diversity. It maintains objectivity but also omits some supporting sources for complete verification.
DemokracijaParteinahMitteFaktentreue 85Objektivität 80vor 13 Tagen Die Identität der Don- und Lugansk-Region: Warum der Donbass nicht immer russisch istIn dem Artikel wird die historische Identität der Regionen Donezk und Luhansk in der Ukraine diskutiert und die allgemeine Darstellung in Frage gestellt, dass diese Gebiete seit der Antike "russisch" sind. Der Autor, ein ukrainischer Journalist, argumentiert, dass der Begriff "Donbass" sich auf eine wirtschaftlich-geographische Region bezieht, die sich hauptsächlich im 19. Jahrhundert mit erheblichem industriellem Wachstum entwickelte. Historisch gesehen war das Gebiet Teil des Steppengrenzlandes, das als "Wildes Feld" bekannt ist und von Kosaken bewohnt wird. Die Stadt Mariupol, in der die Autorin ihre Jugend verbrachte, hatte eine vielfältige Bevölkerung, darunter Griechen, Armenier, Juden, Kosaken und später Italiener. Die Stadt Donezk, ursprünglich nach einem walisischen Ingenieur Yuzivka benannt, wurde durch internationale Zusammenarbeit mit britischen, belgischen, französischen und polnischen Arbeitern gegründet.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene historische Perspektive auf die Entstehung und Entwicklung der Regionen Donezk und Luhansk und betont ihren multikulturellen und multiethnischen Charakter, ohne eine klare ideologische Haltung einzunehmen.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 80): The article presents a detailed historical argument challenging the notion that Donbas has always been Russian, citing specific historical facts like the establishment of Kalmiuška Palanka and the multicultural nature of Mariupol. It aligns with cross-source consensus on the region's non-Russian ori
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