In einem Referendum, das in Island abgehalten wurde, lehnten die Wähler den Vorschlag zur Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Beitritt zur Europäischen Union ab, wobei die Gegner mit einem Vorsprung von 52,8% zu 47,2% gewannen. Die Entscheidung beendet eine langjährige Debatte, die nach der Finanzkrise von 2008 begann, als die vorherige Regierung Islands die EU-Beitrittsverhandlungen einstellte. Die Sorgen drehten sich um die Aufrechterhaltung der nationalen Kontrolle über die lebenswichtigen Fischereien Islands, von denen viele befürchteten, dass sie von der gemeinsamen Fischereipolitik der EU betroffen wären. Das Referendum fand inmitten erhöhter geopolitischer Spannungen statt, einschließlich der Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Grönland, die einige isländische Unterstützer für die Notwendigkeit europäischer Solidarität hielten. Premierminister Kristrun Frostadottir erkannte das Ergebnis als demokratischen Sieg an, erklärte jedoch, dass die Regierung das Thema nicht vollständig aufgeben würde, was Raum für eine mögliche Überprüfung in der Zukunft lässt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert beide Seiten des Referendumsergebnisses, ohne offen eine Perspektive zu bevorzugen.





