Australiens Elektriker sind sehr gefragt, allein im vergangenen Jahr haben fast 30.000 weitere Personen den Beruf aufgenommen. Dieser Anstieg tritt trotz der körperlich anspruchsvollen Natur der Arbeit auf, zu der frühmorgendliche Schichten unter Gefrierbedingungen, das Navigieren in engen Räumen wie Dachhöhlen und der Umgang mit unberechenbaren Tieren wie gereizten Hunden gehören. Laut von KPMG analysierten Regierungsdaten stieg die Zahl der Elektriker in Australien von etwa 150.000 auf 184.000 im Jahr 2025, was ein signifikantes Wachstum des Sektors darstellt.
Die Wartezeit für Auszubildende, um ihre Ausbildung zu beginnen, ist ebenfalls dramatisch zurückgegangen, wobei keine Bewerber länger als sechs Monate warten, um im Jahr 2026 zu beginnen, verglichen mit fast 1.000 im Jahr 2022. NSW-Fachminister Steve Whan bemerkte diesen Trend und hob die wachsende Attraktivität des Berufs hervor. Kaitlyn McMahon, eine 31-jährige Elektriker-Auszubildende bei BlueScope Steel, einem der größten Rohstahl-Produktionsanlagen Australiens, ist Teil dieser wachsenden Gruppe. Inspiriert von ihrem Vater hat McMahon an schweren Maschinen gearbeitet, darunter Victorias historischen Puffing Billy-Zug und später an Lastwagen. Jetzt ist sie im vierten Jahr ihrer Ausbildung in Port Kembla's Stahlwerk.
"Ich wollte mich wirklich selbst herausfordern", sagte sie. "Nach Angaben des KPMG-Ökonomen Terry Rawnsley haben mehrere Faktoren zu dem jüngsten Boom der Zahl der Elektriker beigetragen. Ein wesentlicher Treiber war die erhebliche Nachfrage im Wohnbausektor, die durch einen Anstieg der Neubauten, Renovierungen und Umbauprojekte gekennzeichnet ist. Diese Nachfrage hat für viele, die in das Feld eintreten, ein Gefühl der Arbeitssicherheit geschaffen, insbesondere mit Politiken wie Free TAFE, die die Berufsausbildung zugänglicher macht. Diese Elemente haben die öffentliche Wahrnehmung verändert und mehr Menschen dazu ermutigt, Gewerbe als praktikable Wege zum Erwerb eines Lebensunterhalts und zum beruflichen Fortschritt zu betrachten.
Elektriker werden auch außerhalb der Baubranche benötigt. Ihr Fachwissen ist in Bereichen wie Bergbau, Solarparks, Rechenzentren und der Modernisierung von Stromnetzen von entscheidender Bedeutung. Dieses breite Anwendungsspektrum gewährleistet eine kontinuierliche Nachfrage nach qualifizierten Arbeitern. Zusätzlich macht die Art der Arbeit sie resistent gegen Automatisierung. Im Gegensatz zu vielen White-Collar-Rollen bleiben Aufgaben wie das Umdrahting von Häusern oder die Installation komplexer elektrischer Systeme eine Herausforderung für die künstliche Intelligenz, um sie effektiv durchzuführen.
Die zunehmende Popularität des Handels spiegelt breitere wirtschaftliche und soziale Trends wider. Da die Besorgnis über die Verlagerung von Arbeitsplätzen aufgrund der Automatisierung zunimmt, bieten Berufe, die praktische Fähigkeiten und physische Präsenz erfordern, ein gewisses Maß an Stabilität. Elektriker, mit ihrer wesentlichen Rolle in den Infrastruktur- und Energiesektoren, sind in dieser Landschaft gut positioniert. Die Kombination aus praktischen Ausbildungsmöglichkeiten, greifbarem Karrierefortschritt und der Gewährleistung einer laufenden Beschäftigung zieht weiterhin neue Teilnehmer an. Mit der Ausweitung von Initiativen für erneuerbare Energien und dem Vorstoß auf eine nachhaltige Infrastruktur wird der Bedarf an Elektrikern wahrscheinlich weiter bestehen.
Dies steht im Einklang mit den nationalen Zielen zur Verringerung des CO2-Fußabdrucks und zur Steigerung der Energieeffizienz.
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