Luca und Paola Del Vecchio, Erben des Luxottica-Gründers Leonardo Del Vecchio, fordern 500 Millionen Euro von ihrem Cousin Leonardo Maria Del Vecchio, weil sie den Kauf von Aktien in Delfin, einer Tochtergesellschaft von EssilorLuxottica, nicht abgeschlossen haben. Die Transaktion wurde nicht durchgeführt, weil Banken sich weigerten, die notwendige Finanzierung von 10 Milliarden Euro zu leisten, unter Berufung auf unzureichende Garantien. Eine Klausel im Vertrag sieht eine Strafe von 500 Millionen Euro vor, wenn der Deal scheitert. Ihre Anwälte bereiten einen Brief vor, in dem die Einhaltung der Vereinbarung gefordert wird, in dem Leonardo Maria verpflichtet wird, jeweils 250 Millionen Euro an Luca und Paola zu zahlen. Banken verweigerten Leonardo Maria die Finanzierung aufgrund fehlender Sicherheiten, da die von den Erben gehaltenen Aktien nicht für Kredite verwendet werden konnten. In der Zwischenzeit wird ein luxemburgisches Gericht über die Verlängerung der Frist für die Vorkaufsrechte von Leonardo, Maria Clemente Del Vecchio und Rocco Basilico entscheiden. Es besteht das Potenzial für eine Schlichtung durch Schiedsverfahren zur Beilegung der Streitigkeiten, die sich aus erheblichen Änderungen der Unternehmensverwaltung, einschließlich der finanziellen Darlehen, ergeben. Leonardo Maria hat 1,3 Milliarden Euro.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert einen rechtlichen und finanziellen Streit zwischen Familienmitgliedern über Aktienbesitz und vertragliche Verpflichtungen und liefert ausgewogene Informationen über die Positionen beider Parteien, die Gründe für den gescheiterten Erwerb und mögliche Lösungen wie Schiedsverfahren oder Änderungen der Governance.




