Berglandmilch, eine der größten Milchgenossenschaften Österreichs, erweitert die Produktionskapazitäten in Aschbach in der Region Mostviertel erheblich. Die Erweiterung konzentriert sich auf die Erhöhung der Produktionskapazitäten für Topfen und Frischkäse, zwei Produkte, die aufgrund ihres hohen Eiweißgehalts eine wachsende Nachfrage haben. Diese Initiative ist eine wichtige Investition, die darauf abzielt, den aktuellen Trend zu proteinreichen Lebensmitteloptionen in der gesamten Lebensmittelindustrie zu nutzen.
Nach Angaben von Josef Braunshofer, Geschäftsführer des Unternehmens, sind die Bauarbeiten bereits begonnen und die neuen Produktionslinien sollen im Februar 2027 in Betrieb gehen. Diese Erweiterung wird es der Anlage ermöglichen, jährlich etwa 15.000 Tonnen Topfen zu produzieren, was das bisherige Produktionsniveau verdoppelt, sowie rund 7.000 Tonnen wärmebehandelten Frischkäse pro Jahr, was das bestehende Volumen unter der renommierten Marke Bojar verdreifacht. Die erhöhte Produktionskapazität ist in erster Linie für Exportmärkte wie Deutschland, Italien, Spanien und in geringerem Maße Griechenland bestimmt.
Neben der Steigerung der Produktion umfasst das Projekt die Installation neuer Füllmaschinen, die verschiedene Verpackungsformate verarbeiten können. Diese Upgrades zielen darauf ab, die Flexibilität bei der Entwicklung innovativer Produkte zu erhöhen und gleichzeitig die Qualitätsstandards, Hygienepraktiken und Prozesseffizienz während des gesamten Betriebs zu verbessern. Die Erweiterung ist Teil einer größeren Wirtschaftsstrategie, die die lokale Wertschöpfung, die Unterstützung regionaler Landwirte und die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten betont.
9 Millionen Euro werden vom Land Niederösterreich und der Europäischen Union bereitgestellt. 9 Millionen Euro kommen direkt aus dem Land Niederösterreich. Weitere beteiligte Unternehmen sind die NÖM-Milchgenossenschaft und andere Unternehmen, die in der Lebensmittelindustrie tätig sind. Die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Industrie wird als entscheidender Faktor für die Stärkung beider Sektoren hervorgehoben.
Stephan Pernkopf, stellvertretender Gouverneur von Niederösterreich, unterstreicht, wie solche Investitionen die Verbindung zwischen ländlichen Volkswirtschaften und Industrieunternehmen stärken.Ebenso stellt Wolfgang Ecker, Präsident der Österreichischen Handelskammer, fest, dass diese Art von Projekten zusätzliches Geschäft für umliegende Unternehmen generieren, Arbeitsplätze schaffen und Innovationen innerhalb regionaler Lieferketten anregen.Er glaubt, dass die Stärkung dieser lokalen Wirtschaftszyklen die gesamte regionale Wirtschaft stärkt.Die Expansion in Aschbach spiegelt einen breiteren Trend in der Lebensmittelindustrie wider, in dem traditionelle Produkte aufgrund ihrer Ernährungsvorteile und potenziellen Marktanziehungskraft neu bewertet werden.
Topfen, einst als ein historisches Produkt angesehen, gewinnt nun aufgrund seines hohen Proteingehalts, der mit den zeitgenössischen Ernährungspräferenzen übereinstimmt, neues Interesse. Diese Verschiebung ist besonders bei jüngeren Verbrauchern offensichtlich, die zunehmend nach Lebensmitteln suchen, die sowohl gesundheitliche Vorteile als auch Vielseitigkeit im Konsum bieten. Da die neuen Einrichtungen Anfang 2027 online gehen, wird erwartet, dass die Auswirkungen dieser Investition über die unmittelbaren Produktionserhöhungen hinausgehen.
Darüber hinaus könnten die verbesserten Produktionskapazitäten Berglandmilch auf den internationalen Märkten wettbewerbsfähiger positionieren, was möglicherweise zu einem weiteren Wachstum und einer Diversifizierung seines Produktangebots führen könnte.
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