Die Houthi-Rebellen im Jemen übernahmen die Verantwortung für den Angriff auf eine saudi-arabische Ölraffinerie an der Küste des Roten Meeres mit Drohnen, wie die regionalen Medien berichteten. Der Angriff erfolgte als Reaktion auf einen saudischen Militärangriff in den Norden des Jemen, erklärten Beamte. Der Vorfall ereignete sich nur einen Tag nachdem Saudi-Arabien ein Verteidigungsabkommen mit der Türkei und Pakistan unterzeichnet hatte, nach dem ein Angriff auf eine der Unterzeichnerländer als Angriff auf alle drei angesehen würde. Die Houthi-Bewegung, bekannt als Ansar Allah, kündigte durch ihren Pressesprecher an, dass sie die Aramco-Raffinerie in Jizan, im Südwesten Saudi-Arabiens, mit einer Drohne genau getroffen hatten.
Nach Angaben des saudischen Energieministeriums brach nach dem Angriff ein Feuer aus, wurde aber schnell von den Sicherheitsteams von Aramco gelöscht. Laut der französischen Nachrichtenagentur AFP wurden keine Opfer gemeldet. Der Angriff folgt auf eine Periode eskalierender Spannungen zwischen den Houthi-Rebellen und Saudi-Arabien, die die international anerkannte Regierung im Jemen unterstützt. Seit Ende Juli haben Houthi-Truppen mehrere direkte Angriffe auf saudisches Territorium gestartet, die sowohl auf die maritime als auch auf die Energieinfrastruktur abzielten.
Als Reaktion auf die saudischen Beschränkungen des Schifffahrtsverkehrs in Gebieten unter Houthi-Kontrolle warnten die Rebellen vor einer Seeblockade im Roten Meer als Vergeltungsmaßnahme. Der Verteidigungspakt Saudi-Arabiens mit der Türkei und Pakistan kam inmitten wachsender Bedenken hinsichtlich der regionalen Stabilität. Das am 9. August 2026 abgeschlossene Abkommen zielt darauf ab, potenzielle Aggressionen gegen eine der drei Nationen abzuschrecken, indem solche Aktionen als Bedrohung für alle behandelt werden.
Houthi-Vertreter haben die Türkei und Pakistan gewarnt, die Souveränität des Jemen zu verletzen oder an gemeinsamen Militäroperationen mit Saudi-Arabien gegen Houthi-kontrollierte Gebiete teilzunehmen.
Trotz zahlreicher diplomatischer Bemühungen zur Deeskalation besteht die Gewalt, insbesondere in den Grenzgebieten, in denen beide Seiten eine aktive militärische Präsenz unterhalten.
Die jüngsten Entwicklungen deuten jedoch darauf hin, dass sich der Konflikt weiter verschlimmern könnte, wenn keine umfassende Lösung über diplomatische Kanäle gefunden wird.
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