Die Houthi-Rebellen, die vom Iran unterstützt werden, haben laut heute veröffentlichten Berichten einen Drohnenangriff auf eine wichtige saudische Ölraffinerie durchgeführt, die von der staatlichen Firma Aramco betrieben wird. Der Angriff zielte auf die Anlage in Djasan in der Nähe der jemenitischen Grenze, wobei die Rebellen den Angriff über ihren Militärsprecher Jahja Sari bestätigten, der die Informationen auf Plattform X veröffentlichte. Das saudische Energieministerium erklärte, dass ein Feuer in der Raffinerie ausgebrochen sei, wurde aber später gelöscht. Es nannte nicht die Ursache des Feuers und bestätigte, dass es keine Opfer gab.
Die Raffinerie verarbeitet etwa 400.000 Barrel Rohöl pro Tag und war zuvor nach einem früheren Houthi-Angriff Ende Juli vorübergehend stillgelegt worden. Dieser Vorfall ereignete sich nur zwei Tage nachdem Saudi-Arabien einen neuen Verteidigungspakt mit der Türkei und Pakistan unterzeichnet hatte. Gemäß dem Abkommen gilt ein bewaffneter Angriff auf eine der drei Nationen als Angriff auf alle. Der türkische Außenminister Hakan Fidan stellte klar, dass die Allianz weder den Iran noch andere Länder direkt anvisiert.
In den vergangenen Monaten haben die Houthi-Rebellen ihre Operationen intensiviert, unter anderem eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien im Roten Meer verhängt.
Ein Mitarbeiter des jemenitischen Informationsministeriums bestätigte den Angriff und sagte der Nachrichtenagentur dpa, dass Schäden an Hafenanlagen entstanden seien. Der andauernde Konflikt hat zu erhöhten Spannungen in der Region geführt, wobei sich beide Seiten gegenseitig der Eskalation der Gewalt beschuldigen. Die von Saudi-Arabien geführte Koalition setzt ihre Kampagne gegen die Houthi-Rebellen fort, während die Rebellen die Koalition beschuldigen, zivile Infrastrukturen anzugreifen. Die jüngsten Angriffe unterstreichen die anhaltende Instabilität im Jemen, der seit 2015 in einen langwierigen Bürgerkrieg verwickelt ist.
Die internationale Gemeinschaft ist nach wie vor gespalten darüber, wie die Situation angegangen werden soll. Während einige Länder ein erneutes diplomatisches Engagement gefordert haben, haben andere den anhaltenden militärischen Druck auf die Houthi-Rebellen gefordert. Die Beteiligung regionaler Mächte wie der Türkei und Pakistan fügt der geopolitischen Landschaft eine weitere Schicht an Komplexität hinzu. Inzwischen hat der globale Energiemarkt nach dem Angriff Anzeichen von Volatilität gezeigt, mit Bedenken über mögliche Störungen der Ölversorgung.
Die internationale Gemeinschaft wird die Entwicklungen wahrscheinlich aufmerksam verfolgen, in der Hoffnung, dass diplomatische Kanäle wieder geöffnet werden können, um weiteres Blutvergießen zu verhindern.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden