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Ehemaliger Richter, von Orbán entfernt, zum ungarischen Präsidenten gewählt
United Kingdom🏛️ PolitikMittevor 12 Tagen

Ehemaliger Richter, von Orbán entfernt, zum ungarischen Präsidenten gewählt

Das ungarische Parlament hat András Baka, einen ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, zum neuen Staatsoberhaupt des Landes gewählt. Bakas Rolle wird voraussichtlich eine Herausforderung sein, da er die Bemühungen überwacht, das von dem ehemaligen Premierminister Viktor Orbán eingerichtete politische und wirtschaftliche System zu demontieren. Zu seinen Verantwortlichkeiten gehört die Überwachung der Reformen von Premierminister Péter Magyar, wie die Abschaffung der Notstandsbefugnisse und die Umstrukturierung von Institutionen wie dem Amt für den Schutz der Souveränität. Bakas Wahl folgt auf die Entfernung des bevorzugten Kandidaten von Fidesz, Tamás Sulyok, und findet inmitten bedeutender Verfassungsänderungen statt, die darauf abzielen, die Kontrolle der Macht wiederherzustellen.

Das ungarische Parlament hat András Baka, einen ehemaligen Chef des Obersten Gerichtshofs des Landes, zum neuen Präsidenten gewählt. Baka, 73, gewann die Position mit 140 Stimmen gegen sechs, was eine entscheidende Verschiebung in der politischen Landschaft des Landes bedeutet. Seine Wahl folgt auf monatelangen schnellen gesetzgeberischen Veränderungen, die darauf abzielten, das Vermächtnis des früheren Premierministers Viktor Orbáns, der regierenden Fidesz-Partei, zu demontieren. Der Übergang begann Anfang Mai, als die neu gebildete Regierung unter der Leitung von Premierminister Péter Tisza eine Reihe von Reformen einleitete, die auf die Politik von Orbán abzielten. Zu diesen Maßnahmen gehörten die Aufhebung von Notverordnungen im Zusammenhang mit Migration, der Coronavirus-Pandemie und der Invasion Russlands in die Ukraine.

Diese Befugnisse hatten es Orbán ermöglicht, die regulären parlamentarischen Verfahren zu umgehen und die Autorität effektiv zu konsolidieren. Die neue Regierung hat auch das Sovereignty Protection Office abgeschafft, ein Organ, das zuvor zur Unterdrückung von Dissens genutzt wurde, und es durch das National Asset Recovery and Protection Office ersetzt, das ihm umfangreiche Ermittlungsbefugnisse über mutmaßliche Korruption gewährt.

Alle 51 Abgeordneten der regierenden Partei verließen vor der Abstimmung den Saal, um gegen die Entfernung ihres bevorzugten Kandidaten, Tamás Sulyok, vom Präsidentenposten zu protestieren. Fidesz hat die derzeitige Regierung beschuldigt, eine "Tyrannie" zu schaffen, obwohl er Baka 2011 selbst entlassen hatte, weil er sich ihren Versuchen widersetzt hatte, die Justiz unabhängig zu machen.

Während seiner Amtseinführungsrede forderte Baka einen offenen Dialog über die Ausarbeitung einer neuen Verfassung, die das Dokument von 2011 ersetzen sollte, das Orbáns Machtkonsolidierung ermöglicht hatte. Er erkannte die gemischten Emotionen in der Gesellschaft an und stellte fest, dass sich viele zwar befreit fühlten, andere jedoch unsicher über die Zukunft waren.

Diese Änderungen signalisieren eine bewusste Anstrengung, die Exekutive zu begrenzen und die institutionellen Kontrollen zu verstärken. Trotz dieser Reformen bleiben die Spannungen hoch. Baka hat bereits Vorbehalte gegen bestimmte Aspekte der neuen Verfassung geäußert, insbesondere die Begrenzung der Amtszeit für die Abgeordneten. In einem privaten Gespräch mit der BBC vor seiner Wahl warnte er, dass solche Einschränkungen als Eingriff in die Autonomie der Wähler wahrgenommen werden könnten.

Die staatlichen Rundfunk- und Fernsehsender schweigen seit dem 9. Juli, da sie sich einer Neugestaltung unterziehen, um sich von ihrer früheren Rolle als Werkzeug der Fidesz-Propaganda zu distanzieren. Ob diese Transformation zu einer echten redaktionellen Unabhängigkeit führt, bleibt abzuwarten.

Ob diese Vision in die Tat umgesetzt wird, hängt vom komplexen Zusammenspiel von Rechtsgrundsätzen, politischen Realitäten und gesellschaftlichen Erwartungen ab.

2 Berichte

Reuters logoReutersUnabhängigMitteFaktentreue 95Objektivität 98vor 12 Tagen
Das ungarische Parlament wählt den ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichts Andras Baka zum Präsidenten

Das ungarische Parlament hat Andras Baka, einen ehemaligen Vorsitzenden des Obersten Gerichtshofs des Landes, zum neuen Präsidenten gewählt. Diese Entscheidung markiert einen bedeutenden Wandel in der Führung Ungarns, wobei Bakas Hintergrund in der Justiz wahrscheinlich seinen Ansatz für die Regierungsführung beeinflusst.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel stellt einen sachgemäßen Bericht über die Wahl eines neuen Präsidenten dar, ohne offen eine politische Perspektive zu befürworten.

Warum Faktentreue (95): The article accurately reports that Andras Baka, a former Supreme Court head, was elected as Hungary's president by parliament. This aligns with the cross-source consensus that this event occurred. The only minor deduction comes from the brevity of the headline, which lacks some contextual details b

Warum Objektivität (98): The article presents the information in a straightforward manner without editorializing or using emotionally charged language. It simply states the event without taking sides or implying approval or criticism.

BBC News (World) logoBBC News (World)Staatlich / öffentlichMitteFaktentreue 89Objektivität 85vor 12 Tagen
Ehemaliger Richter, von Orbán entfernt, zum ungarischen Präsidenten gewählt

Das ungarische Parlament hat András Baka, einen ehemaligen Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, zum neuen Staatsoberhaupt des Landes gewählt. Bakas Rolle wird voraussichtlich eine Herausforderung sein, da er die Bemühungen überwacht, das von dem ehemaligen Premierminister Viktor Orbán eingerichtete politische und wirtschaftliche System zu demontieren. Zu seinen Verantwortlichkeiten gehört die Überwachung der Reformen von Premierminister Péter Magyar, wie die Abschaffung der Notstandsbefugnisse und die Umstrukturierung von Institutionen wie dem Amt für den Schutz der Souveränität. Bakas Wahl folgt auf die Entfernung des bevorzugten Kandidaten von Fidesz, Tamás Sulyok, und findet inmitten bedeutender Verfassungsänderungen statt, die darauf abzielen, die Kontrolle der Macht wiederherzustellen.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert zwar einen komplexen politischen Konflikt zwischen Fidesz und der neuen Regierung, bevorzugt jedoch nicht eindeutig eine Seite gegenüber der anderen.

Warum Faktentreue (89): The article provides accurate information about András Baka being elected as Hungary's president, noting his background as a former judge and head of the Supreme Court. It mentions the symbolic nature of the presidency and references the removal of Tamás Sulyok by Orbán's government. The details abo

Warum Objektivität (85): The article maintains a relatively neutral tone overall, presenting facts without overt bias. However, phrases like 'tempestuous' and 'tyranny' suggest some framing of events, though they are commonly used descriptors in political reporting. The mention of Fidesz accusing the new government of estab

Wie jede Seite berichtete

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