Nach Berechnungen des Bundesverbandes der Solarindustrie (BSW-Solar) hat der deutsche Solarstrom-Sektor in den letzten Jahren eine bedeutende Rolle bei der Verringerung der Einfuhren fossiler Brennstoffe und der klimaschädlichen Auswirkungen gespielt. Zwischen 2020 und 2025 wurden Importe fossiler Brennstoffe im Wert von etwa 20 Milliarden Euro durch die Solarenergieerzeugung ersetzt, während potenzielle Klimaschäden in Höhe von bis zu 250 Milliarden Euro vermieden wurden. Diese Zahlen stammen aus Daten des Bundesumweltamtes (UBA).
Nach Angaben der UBA wurden in diesem Zeitraum fast 390 Milliarden Kilowattstunden Solarstrom erzeugt. Diese Menge verdrängte in erster Linie Erdgas- und Steinkohlenkraftwerke innerhalb des deutschen Stromsystems, wodurch der Bedarf an importierten fossilen Brennstoffen reduziert und die Treibhausgasemissionen gesenkt wurden. Der Verband schätzt, dass die Nutzung von Solarstrom in Deutschland in den letzten 20 Jahren rund 500 Millionen Tonnen Treibhausgase (CO2-Äquivalente, netto) verhindert hat. Mehr als die Hälfte dieser Reduktion ereignete sich speziell zwischen 2020 und 2025, wobei allein in diesem Zeitrahmen etwa 270 Millionen Tonnen Treibhausgase vermieden wurden.
Die Berechnungen basieren auf Daten der UBA, insbesondere Tabelle 8.1, die die Umweltauswirkungen verschiedener Energiequellen beschreibt. Nach Schätzungen der UBA entspricht die Vermeidung dieser Treibhausgase potenziellen Einsparungen von bis zu 250 Milliarden Euro an Klimaschadenskosten, wenn die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen gleichermaßen berücksichtigt werden.
Im Jahr 2025 machten erneuerbare Energiequellen wie in den beiden Vorjahren den Großteil der Stromerzeugung in Deutschland aus. Erneuerbare Quellen trugen 58,6 Prozent des gesamten Stroms in das Netz ein. Das Gesamtvolumen des aus erneuerbaren Energien erzeugten Stroms blieb jedoch im Vergleich zu den Vorjahren nahezu unverändert, wobei ihr Anteil am Gesamtvolumen leicht um fast einen Prozentpunkt zurückging. In der Zwischenzeit stiegen die konventionellen Energiequellen, insbesondere Kohle und Erdgas, die zusammen 181,3 Milliarden Kilowattstunden lieferten - ein Plus von 3,6 Prozent - und 41,4 Prozent des Gesamtbedarfs ausmachten.
Die Windenergie blieb trotz eines leichten Rückgangs der Stromerzeugung die wichtigste Energiequelle und trug 30 Prozent zur Stromerzeugung bei. Gleichzeitig stieg die Photovoltaik-Stromerzeugung im Jahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich an und stieg um 17,4 Prozent auf 70,1 Milliarden Kilowattstunden.
Das Wachstum der Solarenergieproduktion unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Photovoltaik im deutschen Energiemix. Da das Land seine Infrastruktur für erneuerbare Energien weiter ausbaut, werden die wirtschaftlichen und ökologischen Vorteile, die mit Solarenergie verbunden sind, zunehmend offensichtlich. Die fortgesetzte Abkehr von fossilen Brennstoffen wird voraussichtlich langfristige Auswirkungen sowohl auf die Energiesicherheit Deutschlands als auch auf seinen Beitrag zu den globalen Klimazielen haben. Mit laufenden Investitionen in erneuerbare Technologien und unterstützenden Maßnahmen wird sich der Trend zu einer größeren Abhängigkeit von sauberer Energie in den kommenden Jahren wahrscheinlich fortsetzen.
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