Die Hrvatska liječnička komora (HLK), die kroatische Ärztekammer, führte am 12. August eine außerordentliche professionelle Überwachung der Arbeit der Ärzte am Institut für öffentliche Gesundheit des Bezirks Ličko-Senjska in Gospić durch, die sich auf die aktuelle öffentliche Gesundheitslage mit erhöhten PFAS-Verbindungen bezog. Die Überprüfung konzentrierte sich auf die Aktivitäten der Abteilung für Epidemiologie und der Abteilung für öffentliche Gesundheit. Laut Berichten untersuchte die Kommission die Räumlichkeiten und medizinische Ausrüstung, analysierte die Arbeitsorganisation, die medizinische Dokumentation und das berufliche Verhalten der Ärzte sowie die Art und Weise, wie das Institut mit dem mit PFAS-Stoffen verbundenen Gesundheitsrisiko umging.
Die HLK-Kommission kam zu dem Schluss, dass es keine Kritik an der beruflichen Leistung der untersuchten Ärzte gab. Ihre Arbeit zeigte verantwortungsvolle und professionelle Ansätze zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung im Bezirk Ličko-Senjska. In Bezug auf die Frage der erhöhten PFAS-Verbindungswerte stellte die Kommission fest, dass das Institut auf der Grundlage der verfügbaren Informationen epidemiologische und gesundheitlich-ökologische Bewertungen der Risiken für die öffentliche Gesundheit durchgeführt hatte. Dazu gehörten die Analyse von Datenbanken, die Durchführung von Feldinspektionen, die Einleitung und Durchführung zusätzlicher Laboranalysen sowie die Erhebung der örtlichen Bevölkerung.
Diese Aktivitäten wurden mit dem Gesundheitsministerium, dem kroatischen Institut für öffentliche Gesundheit, relevanten Kommunalgesellschaften und Einheiten der lokalen und regionalen Selbstverwaltung koordiniert. Das HLK betonte, dass öffentliche Gesundheitsinstitute die Sicherheit von Trinkwasser für den menschlichen Verzehr überwachen, epidemiologische Forschungen durchführen und die Auswirkungen von Umweltfaktoren auf die menschliche Gesundheit bewerten. Es stellte klar, dass diese Institute nicht für die Überwachung des Bodens oder die Bestimmung des Ausmaßes seiner Kontamination verantwortlich sind, was in die Zuständigkeit anderer Stellen fällt.
Neben der Bestätigung der ordnungsgemäßen Durchführung der beruflichen Arbeit hob die HLK-Kommission die Notwendigkeit weiterer Verbesserungen des Systems hervor und gab spezifische Empfehlungen vor. Zur Stärkung der Personalbesetzung des öffentlichen Gesundheitssystems im Bezirk Ličko-Senjska empfahl die Kommission, Epidemiologen mit Subspezialisierung in Gesundheitsökologie einzustellen, die aufgrund des geringen Interesses der Ärzte an der Arbeit in diesem Bereich finanzielle Unterstützung vom Bezirk suchen. Sie betonten auch die Bedeutung der Fortsetzung und Stärkung der direkten Kommunikation zwischen dem Institut und den Bürgern, insbesondere in Situationen, in denen die Besorgnis über mögliche Umweltrisiken erhöht ist.
Darüber hinaus schlug die Kommission vor, eine interkommunale Koordinierung zwischen den Instituten für öffentliche Gesundheit der Bezirke Ličko-Senjska, Primorsko-Gornja und Zadar für den Umgang mit außergewöhnlichen Situationen der öffentlichen Gesundheit wie dieser zu schaffen. Die Ergebnisse der außerordentlichen fachlichen Überwachung durch die HLK bestätigten, dass die Ärzte des Instituts in der aktuellen Situation der öffentlichen Gesundheit professionell und verantwortungsbewusst gehandelt haben und Maßnahmen im Einklang mit ihren öffentlichen Gesundheitsmandaten und den ihnen zur Verfügung stehenden Informationen ergriffen haben. Die Überwachung wurde aufgrund von Bedenken der Gemeinschaft bezüglich des Vorhandenseins von PFAS-Verbindungen in der Umwelt eingeleitet, die mit Gesundheitsrisiken in Verbindung gebracht wurden.
Die Situation veranlasste das HLK, die von dem Institut für öffentliche Gesundheit in Gospić eingesetzten Reaktionsmechanismen und -verfahren zu bewerten. Der Bewertungsprozess beinhaltete eine detaillierte Prüfung der Maßnahmen, die das Institut zur Bewältigung des Problems ergriffen hat, einschließlich der Erhebung und Analyse von Daten, der Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung durch Umfragen und der Zusammenarbeit mit verschiedenen staatlichen und nichtstaatlichen Einrichtungen.
Die Kommission würdigte die Bemühungen des Instituts, wies aber auf Bereiche hin, in denen Verbesserungen vorgenommen werden könnten, um die Wirksamkeit der öffentlichen Gesundheitsmaßnahmen zu verbessern. Dazu gehörte die Notwendigkeit einer besseren Koordinierung zwischen verschiedenen Gesundheitsinstitutionen und die Notwendigkeit, die Zahl der spezialisierten Fachkräfte im Bereich der Gesundheitsökologie zu erhöhen. Die HLK stellte auch die Bedeutung einer transparenten Kommunikation mit der Öffentlichkeit fest und betonte, dass die Bürger über laufende Untersuchungen und vorbeugende Maßnahmen informiert werden müssen, um die Angst der Öffentlichkeit zu bewältigen und das Vertrauen in die Gesundheitsbehörden zu gewährleisten.
Die Kommission schlug vor, dass regelmäßige Aktualisierungen und offene Dialoge mit der Gemeinschaft zu einer Standardpraxis werden sollten, insbesondere in Fällen, in denen potenzielle Umweltgefahren einbezogen sind. Die HLK forderte eine fortgesetzte Zusammenarbeit zwischen dem Institut für öffentliche Gesundheit in Gospić und anderen relevanten Agenturen, um ein umfassendes und wirksames Management von Fragen der öffentlichen Gesundheit zu gewährleisten. Dies beinhaltet den Austausch von Ressourcen, Fachwissen und bewährten Verfahren zur Verbesserung der allgemeinen Bereitschaft und Reaktionsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitssystems. Die Empfehlungen zielen darauf ab, einen widerstandsfähigeren Rahmen zu schaffen, der in der Lage ist, zukünftige Herausforderungen anzugehen und gleichzeitig die öffentliche Gesundheit zu schützen.
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