Eine Skulpturen-Ausstellung des slowenischen Bildhauers Jiří Kočica ist auf Reddit viral gegangen, hat fast eine Million Views gezogen und eine breite Diskussion unter Kunstbegeisterten ausgelöst. Der Beitrag, der von dem Sohn des Künstlers geteilt wurde, beschreibt die Installation mit dem Titel Matrica, die eine Reihe von 100 scheinbar identischen, aber subtil unterschiedlichen Betonskulpturen enthält. Jedes Stück enthält zwei Meter gerollten Kupferdraht, der in eine Doppelhelix geformt ist, die DNA symbolisiert. Eine der Skulpturen ist jedoch mit Golddraht gefertigt, der ungefähr 16 Gramm wiegt und in seiner Struktur versteckt ist. Die Identität dieser goldenen Skulptur bleibt selbst dem Künstler unbekannt.
Der einzige Weg, um festzustellen, welches Stück das Gold enthält, ist die Zerstörung. Der virale Beitrag wurde am 21. August 2026 von dem Sohn des Künstlers veröffentlicht, der die Ausstellung in der Mulec-Galerie in der Straße Trubarjeva in Ljubljani kurz beschrieb. Innerhalb weniger Tage zog der Beitrag über 983.000 Aufrufe an, erhielt mehr als 2.600 Likes und erzeugte 185 Kommentare. Das Engagement löste eine umfangreiche Debatte unter den Nutzern aus, von denen viele über Methoden spekulierten, um das verborgene Gold aufzudecken, wie Wiegen, Röntgen oder Verwendung von Metalldetektoren. Die Diskussionen reichten von philosophischen Überlegungen über soziale Ungleichheit bis hin zu Reflexionen darüber, wie viel Individuen bereit sind, für Potenzial zu opfern.
Mehrere Kommentatoren lobten das Werk als eines der am meisten zum Nachdenken anregenden konzeptionellen Kunstwerke, die online aufgetreten sind. Die Ausstellung mit dem Titel Matrica (d.h. matrix) besteht aus 100 gegossenen Betonskulpturen, die jeweils zwei Meter gerollten Draht enthalten, der eine Doppelhelix bildet. In 99 dieser Stücke ist der Draht Kupfer, während einer vollständig aus Gold besteht. Die goldverpackte Skulptur wiegt etwa 16 Gramm und ist in die Struktur eingebettet.
Dieses Element der Ungewissheit trägt zur konzeptionellen Tiefe der Arbeit bei und lädt die Betrachter ein, Themen wie Zufall, Wert und den menschlichen Zustand in Betracht zu ziehen. Kočica erklärte, dass jede Skulptur eine Familie repräsentiert, wobei das versteckte Gold das genetische Material symbolisiert, das in jeder Zelle vorhanden ist. Er verknüpfte das Konzept weiter mit der Arbeit des Populationsgenetikers George Price, dessen Gleichung des Altruismus eine mathematische Erklärung dafür bietet, warum sich Individuen für andere opfern könnten.
Durch die Einbettung des Goldes in die Skulpturen lädt Kočica die Zuschauer ein, ihre Annahmen über Wert, Authentizität und die Rolle des Zufalls bei der Bestimmung des Wertes in Frage zu stellen. Die Intrige der Ausstellung erstreckte sich über ihren konzeptionellen Rahmen hinaus. Während der Ausstellung stieg der Preis für einzelne Skulpturen stetig. Am Eröffnungstag wurde jedes Stück für 250 Euro bewertet. Bis zum Ende der Ausstellung war der Preis auf 1.000 Euro gestiegen. Die Käufer waren sich bewusst, dass eine der Skulpturen das versteckte Gold enthielt, was ihren Wert deutlich erhöhte.
Trotzdem zog das Kunstwerk weiterhin Aufmerksamkeit auf sich, und Besucher beschäftigen sich intensiv mit seiner Bedeutung und Implikationen. Jiří Kočica ist ein akademischer Bildhauer und Professor an der Universität von Primorska. Seine Karriere umfasst über 70 Einzelausstellungen sowohl im In- als auch im Ausland, darunter Shows in New York, Wien und Benidorm.
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