Die Hernalser Buchhandlung, eine beliebte Einrichtung im 17. Bezirk Wiens, hat nach 135 Jahren Betrieb ihre Türen geschlossen.
Die Einwohnerin Jelena Deretić übernahm die Buchhandlung im Jahr 2017 und brachte eine tiefe Leidenschaft für Literatur und ein Engagement für die Erhaltung des einzigartigen Charakters des Ladens mit sich. Trotz der Bemühungen, das Geschäft aufrechtzuerhalten, musste sie letztendlich akzeptieren, dass der weitere Betrieb wirtschaftlich nicht nachhaltig war. "Es war ein zu teures Hobby", reflektierte Deretić und erkannte die finanziellen Herausforderungen an, denen kleine Unternehmen auf dem heutigen Markt gegenüberstehen. Sie wies auf mehrere Faktoren hin, die zu dieser Entscheidung beitrugen, darunter steigende Kosten, der Rückgang des Fußverkehrs aufgrund des alternden Kundenstamms und die zunehmende Dominanz von Online-Händlern und großen Ketten wie Thalia.
Die Auswirkungen dieser Veränderungen auf unabhängige Buchhandlungen waren tiefgreifend. Laut Statistik Österreich sank die Zahl der Buchhandlungen in Österreich zwischen 2015 und 2024 deutlich von 899 auf 565, ein Rückgang von 37,2 Prozent. Dieser Trend spiegelt breitere Probleme innerhalb der Verlagsbranche wider, in denen viele kleine Geschäfte Schwierigkeiten haben, mit größeren Unternehmen zu konkurrieren, die von Skaleneffekten und niedrigeren Gemeinkosten profitieren. Als Reaktion auf diese Herausforderungen schrieb der Österreichische Verband der Buchhändler und Medienfachleute 2024 einen offenen Brief an den Finanzminister, in dem er Maßnahmen wie die Senkung der Mehrwertsteuer auf Bücher forderte. Diese Forderungen wurden jedoch nicht erfüllt.
Für langjährige Kunden und Mitarbeiter gleichermaßen bedeutet die Schließung mehr als nur den Verlust einer Einzelhandelsfläche; sie bedeutet das Verschwinden eines geliebten Teils ihres Lebens. Viele äußerten Traurigkeit über den Gedanken, den Laden, der für einige zu einem zweiten Zuhause geworden war, nicht mehr besuchen zu können.
Bezirksvorsteher Peter Jagsch vom 17. Bezirk nannte die Situation "sehr bedauerlich" und bemerkte, dass die Nachricht überraschend war, da keine vorherige Kommunikation mit der Bezirksverwaltung stattgefunden hatte.
Als sich der letzte Tag näherte, wurde der Laden zu einem Treffpunkt für Freunde, Nachbarn und regelmäßige Gäste, die sich von der Frau hinter der Theke und dem Vermächtnis, das sie hinterlassen hatte, verabschieden wollten.
2 Berichte
Der StandardUnabhängigMitteFaktentreue 95Objektivität 92vor 24 Tagen Hernalser Buchhandlung schließt nach 135 Jahren: "Es war ein zu teures Hobby"Die letzte traditionelle Buchhandlung im 17. Bezirk Wiens, die Hernalser Buchhandlung, schließt nach 135 Jahren.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel konzentriert sich eher auf kulturelle und gesellschaftliche Auswirkungen als auf politische Themen und präsentiert die Schließung einer historischen Buchhandlung mit emotionalen Reaktionen von Einheimischen, ohne dabei eine politische Haltung einzunehmen oder Vorurteile gegenüber einer ideologischen Perspektive zu zeigen.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 95 · Objektivität 92): The article thoroughly covers the closure of the Hernalser Buchhandlung after 135 years, including quotes from the owner and customers. It presents multiple perspectives and avoids taking sides, maintaining a balanced and factual account.
oe24UnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 90vor 19 Tagen Community statt Clubbing: Neuer PICNIC CLUB erobert WienIn dem Artikel wird die Entstehung eines neuen Picknickclubs in Wien diskutiert, der die Gemeinschaft gegenüber traditionellen Club-Erfahrungen betont.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert keinen politischen Inhalt oder Rahmen, sondern konzentriert sich auf kulturelle und soziale Aspekte eines neuen Picknickclubs in Wien, ohne sich einer bestimmten politischen Ideologie zuzuwenden.
Warum diese Bewertungen (Faktentreue 85 · Objektivität 90): The article accurately reports the opening of the new PICNIC CLUB in Vienna, focusing on community over clubbing. It provides specific details about the venue and its philosophy. The tone remains neutral and promotional but does not present biased information.
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