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Wir müssen uns unseres eigenen Schattens bewusst sein
AR🏛️ PolitikMittevor 9 Tagen

Wir müssen uns unseres eigenen Schattens bewusst sein

Die Oper "La ópera de tres centavos" von Bertolt Brecht, die ursprünglich 1928 inszeniert wurde, kehrt nach fast einem Jahrhundert nach Buenos Aires zurück. Sie wird vom 21. August im Teatro Presidente Alvear als Teil einer ersten Koproduktion zwischen dem Teatro Colón und dem Complejo Teatral de Buenos Aires aufgeführt. Unter der Regie von Gabriel Calderón soll die Produktion die dauerhafte Relevanz des Werkes hervorheben, ohne moderne Parallelen zu erzwingen. Calderón betont die Herausforderung, die unterschiedlichen Betriebsstile der beiden Institutionen zu verschmelzen, während die künstlerische Integrität gewahrt bleibt. Die Oper kritisiert ein System, in dem Kriminelle, Geschäftsleute und Behörden innerhalb desselben Rahmens operieren, ein Thema, von dem Calderón glaubt, dass es auch heute noch relevant ist.

Im August kehrt die von Bertolt Brecht geschriebene Drei-Pence-Oper mit Musik von Kurt Weill nach fast einem Jahrhundert nach ihrem Debüt nach Buenos Aires zurück. Die Produktion, die vom 21. August im Teatro Presidente Alvear läuft, ist die erste gemeinsame Produktion zwischen dem Teatro Colón und dem Buenos Aires Theatre Complex. Unter der Regie von Gabriel Calderón und mit musikalischer Leitung von Annunziata Tomaro entstand das Stück in den letzten Jahren der Weimarer Republik und bietet eine scharfe Kritik an einer Welt, in der Kriminelle, Geschäftsleute und Behörden innerhalb desselben Systems operieren.

Calderón sieht zeitgenössische Relevanz in der Arbeit, betont jedoch die Wichtigkeit, die Aufführung nicht als direkten Kommentar zu heutigen Themen erscheinen zu lassen. Stattdessen konzentriert sich sein Ansatz darauf, den Widerspruch, der dem Stück innewohnt, hervorzuheben und während der Proben damit zu arbeiten. Calderón beschrieb die Bedeutung dieser Zusammenarbeit zwischen zwei Institutionen mit unterschiedlichen Spezialisierungen. Er stellte fest, dass öffentliche Organisationen jeweils ihre eigene interne Dynamik haben und obwohl er Argentinien nicht zutiefst kennt, beobachtet er, dass es gemeinsame Ziele und kreative Absichten gibt. Die Herausforderung besteht darin, diese verschiedenen Ansätze in eine zusammenhängende Produktion auszurichten.

Trotz anfänglicher Schwierigkeiten, sich gegenseitig zu verstehen, glaubt er, dass die Partnerschaft durch gegenseitige Unterstützung und sich ergänzende Stärken zu aussagekräftigen Ergebnissen führen kann. Er räumte ein, dass der Prozess zwar langsam sein mag, aber das Synergiepotenzial vielversprechend ist. Die Entscheidung, The Threepenny Opera inszenieren, kam aus der Initiative des Teatro Colón und des San Martín Theaters. Sie schlugen den Titel vor, da sie eine Gelegenheit für eine Zusammenarbeit zwischen einem Schauplatz sahen, der sich mehr auf Theater konzentrierte, und einem anderen, der sich hauptsächlich der Oper widmete.

Während viele Opern mit großen Orchestern und aufwendigen Produktionen verbinden, versuchte Brecht, sie einfacher und zugänglicher zu machen. Dies führte zu einer einzigartigen Form des operatischen Ausdrucks, einer, der klein in Skala ist, aber reich an theatralischer Tiefe. Mit über 20 Liedern und mehr als 20 Schauspielern und Musikern ist die Produktion sowohl bescheiden als auch ehrgeizig.

In Zeiten, in denen sich die Verteidigung offensichtlicher Wahrheiten als notwendig empfand, trugen Brechts Texte eine gefährliche Einfachheit. Seine Werke waren nicht nur darauf ausgerichtet, klare Botschaften zu formulieren, sondern auch darauf, wie die Inszenierung und Aufführung selbst Bedeutung konstruierten. Brechts Methoden beinhalteten oft Distanzierungstechniken, um direkte Propaganda zu vermeiden. Sein Ziel war es nicht, einfach eine Wahrheit zu erklären, sondern zu erforschen, wie der gesamte theatralische Apparat die Wahrnehmung formen könnte.

Diese Philosophie ist bei Calderón immer noch ansprechend, der das Stück als ein mächtiges Werkzeug betrachtet, um das Publikum mit komplexen gesellschaftlichen Realitäten zu beschäftigen.

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Perfil logoPerfilUnabhängigMitteFaktentreue 85Objektivität 78vor 9 Tagen
Wir müssen uns unseres eigenen Schattens bewusst sein

Die Oper "La ópera de tres centavos" von Bertolt Brecht, die ursprünglich 1928 inszeniert wurde, kehrt nach fast einem Jahrhundert nach Buenos Aires zurück. Sie wird vom 21. August im Teatro Presidente Alvear als Teil einer ersten Koproduktion zwischen dem Teatro Colón und dem Complejo Teatral de Buenos Aires aufgeführt. Unter der Regie von Gabriel Calderón soll die Produktion die dauerhafte Relevanz des Werkes hervorheben, ohne moderne Parallelen zu erzwingen. Calderón betont die Herausforderung, die unterschiedlichen Betriebsstile der beiden Institutionen zu verschmelzen, während die künstlerische Integrität gewahrt bleibt. Die Oper kritisiert ein System, in dem Kriminelle, Geschäftsleute und Behörden innerhalb desselben Rahmens operieren, ein Thema, von dem Calderón glaubt, dass es auch heute noch relevant ist.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel behandelt eine Theaterproduktion mit geschichtlichen und gesellschaftlichen Kommentaren, nimmt aber keine klare ideologische Haltung ein. Er konzentriert sich auf die künstlerischen und logistischen Aspekte der Inszenierung der Oper, anstatt offene politische Argumente zu machen oder bestimmte Ideologien zu bevorzugen.

Warum Faktentreue (85): The article provides accurate information about the revival of 'La ópera de tres centavos' by Bertolt Brecht and Kurt Weill, including the year of original premiere (1928) and details about the production team. It mentions the collaboration between Teatro Colón and Complejo Teatral de Buenos Aires,

Warum Objektivität (78): The article presents the information in a neutral tone, focusing on the artistic and logistical aspects of the production. However, there is some subjective interpretation when discussing the director's approach, such as stating that the work 'consiste en hacer consciente esa contradicción,' which i

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