Deutschland hat von der Europäischen Kommission die Genehmigung erhalten, seiner Halbleiterindustrie zusätzliche staatliche Beihilfen in Höhe von 659 Mio. EUR zu gewähren. Mehr als die Hälfte dieser Mittel wird für den Bau einer neuen Chipfabrik im Gebiet von Aachen verwendet, während weitere 214 Mio. EUR für den Ausbau einer Anlage in Itzehoe bereitgestellt werden. Weitere Projekte in Hessen und München werden sich auf optische Geräte für die Chipproduktion und spezialisierte Halbleiter konzentrieren. Diese Initiativen werden gemeinsam von Bundes- und Regionalbudgets finanziert und verpflichten sich, die Wertschöpfungskette für Halbleiter in Europa durch Zusammenarbeit mit Universitäten und Forschungseinrichtungen zu stärken. Die EU erlaubt solche staatlichen Beihilfen nur, wenn sie einem breiteren strategischen Ziel dienen, wie dem Aufbau einer autarken europäischen Halbleiterindustrie. Deutschland hat bereits erhebliche Investitionen in den Sektor getätigt, darunter eine Subvention in Höhe von 5 Mrd. EUR für eine TSMC-Anlage in Dresden. Die EU will ihren Anteil an der globalen Halbleiterherstellung von heute auf rund 10% bis 2030 erhöhen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert die Genehmigung staatlicher Beihilfen für die Halbleiterindustrie auf ausgewogene Weise, wobei der Schwerpunkt auf dem Rechtsrahmen der EU, den finanziellen Verpflichtungen Deutschlands und den strategischen Zielen der Finanzierung liegt.


