Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, Antonio Guterres, wird von Montag bis Mittwoch Zypern besuchen, der erste Besuch eines UN-Chefs seit 2010. Der Zweck seiner Reise ist es, die Möglichkeiten zur Beendigung der Teilung der Insel, die seit über 50 Jahren politisch gespalten ist, zu bewerten. Guterres plant, sich sowohl mit griechisch-zyprischen als auch mit türkisch-zyprischen politischen Vertretern zu treffen, um Wege zu erforschen, die angehaltenen Bemühungen um die Wiedervereinigung wiederzubeleben. Die Teilung geht auf einen Konflikt zurück, der auf 1974 zurückgeht, als die Türkei nach einem gescheiterten griechischen Staatsstreich eingriff, der darauf abzielte, Zypern mit Griechenland zu vereinen. Seitdem ist die Insel gespalten geblieben, mit der international anerkannten Republik Zypern im Süden und der nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern im Norden. Beide Regionen sind Teil der Europäischen Union, aber die Gesetze der EU gelten nur im Süden. Eine UN-Friedenheitszone trennt die beiden Gebiete. In der Zwischenzeit unterzeichnet die nördliche Region ein Abkommen mit der Türkei, um eine Unterwassergaspipeline zu bauen, die bis 2028 in Betrieb sein soll.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die Situation auf Zypern, wobei der historische Hintergrund, die derzeitigen politischen Positionen beider Seiten und die jüngsten Entwicklungen wie die geplante Gaspipeline dargestellt werden.






