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Gastbeitrag: Der Klimawandel hat zu einem Fünftel des Rückzugs des Gletschers auf Pine Island geführt
World🏛️ PolitikÜbersehen von rechtsvor 5 Tagen

Gastbeitrag: Der Klimawandel hat zu einem Fünftel des Rückzugs des Gletschers auf Pine Island geführt

Der Pine Island-Gletscher in der Westantarktis, einer der sich am schnellsten verändernden Gletscher weltweit, hat aufgrund der Erosion von warmem Wasser von unten einen signifikanten Rückzug erfahren. Der Gletscher trägt fast zur Hälfte des Anstiegs des Meeresspiegels durch das Schmelzen des antarktischen Eisschildes bei. Eine kürzlich in 'Cryosphere' veröffentlichte Studie schreibt etwa 4 km - etwa ein Fünftel - des Rückzugs des Pine Island-Gletschers auf den vom Menschen verursachten Klimawandel seit der vorindustriellen Zeit zurück. Diese Forschung ist die erste Attributionsstudie des Gletscherrückzugs in der Antarktis. Historische Daten zeigen, dass sich der Westantarktis-Eisschild, einschließlich der Pine Island und der benachbarten Thwaites-Gletscher, seit dem letzten Gletschermaximum vor etwa 20.000 Jahren deutlich zurückgezogen hat.

Laut einer kürzlich in der Zeitschrift Cryosphere veröffentlichten Studie hat der Klimawandel eine bedeutende Rolle beim Rückzug des Pine Island-Gletschers in der Westantarktis gespielt. Die Forschung zeigt, dass die vom Menschen verursachte Erwärmung seit der vorindustriellen Zeit etwa 4 Kilometer - etwa ein Fünftel - des Rückzugs des Gletschers ausmacht. Dieser Befund markiert die erste Attributionsstudie des Gletscherrückzugs in der Antarktis und beleuchtet das komplexe Zusammenspiel zwischen natürlichen klimatischen Schwankungen und anthropogenen Faktoren, die die Eisdynamik beeinflussen.

Der Pine Island-Gletscher, der sich auf der Westseite des antarktischen Eisschildes befindet, gehört zu den sich am schnellsten verändernden Gletschern weltweit. Er trägt aufgrund seines erheblichen Eisverlusts erheblich zum Anstieg des Meeresspiegels bei. Neben seinem Nachbarn, dem Thwaites-Gletscher, macht Pine Island fast die Hälfte des Meeresspiegelanstiegs aus, der durch das Schmelzen der Eisschilde in der Antarktis entsteht.

Historisch gesehen hat der Westantarktische Eisschild einen ausgedehnten Rückzug erlitten, insbesondere während des letzten Gletschermaxims vor etwa 20.000 Jahren. Seitdem hat sich der Eisschild um etwa 500 Kilometer zurückgezogen - eine Entfernung, die mit der zwischen Paris und London vergleichbar ist. Der größte Teil dieses Rückzugs ereignete sich vor 10.000 bis 20.000 Jahren, danach stabilisierte sich der Eisschild in den letzten 10.000 Jahren. Jüngste Beobachtungen deuten jedoch auf eine erneute Aktivität hin, wobei der Pine Island Gletscher insbesondere ab den 1940er Jahren zu rückziehen begann.

Diese Verschiebung fiel mit einem starken El Niño-Ereignis zusammen, das eine Welle warmen Wassers in Richtung des Gletschers einführte und möglicherweise seine derzeitige Phase des beschleunigten Schmelzens einleitete.

Die Sediment-Aufzeichnungen unterhalb des Pine Island-Gletschers liefern Einblicke in seine historische Position und Bewegung. Diese Aufzeichnungen zeigen, dass der Gletscher einst etwa 30 Kilometer vor seinem aktuellen Standort auf einem Meeresbodenkamm ruhte. Der Übergang von einer stabilen Positionierung zu einem aktiven Rückzug unterstreicht die Empfindlichkeit des Gletschers gegenüber Umweltveränderungen, sowohl natürlichen als auch von Menschen verursachten. Die Ergebnisse der Studie unterstreichen die Bedeutung der Unterscheidung zwischen natürlicher Variabilität und dem Einfluss des Klimawandels auf die Eisdynamik und bieten kritische Daten für zukünftige Klimamodelle und politische Entscheidungen.

Der Anstieg des Meeresspiegels stellt eine wachsende Bedrohung für viele Länder dar, insbesondere für kleine Inselstaaten und tief liegende Küstengebiete. Nach Prognosen ist die Rate des Meeresspiegelanstiegs im Vergleich zu früheren Jahrhunderten deutlich gestiegen. Von durchschnittlich 1,4 Millimeter pro Jahr im 20. Jahrhundert stieg die Rate zwischen 2006 und 2015 auf 3,6 Millimeter pro Jahr. Bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts könnte der Meeresspiegel mindestens 0,3 Meter höher sein als im Jahr 2000. Wissenschaftler schätzen, dass der Meeresspiegel bis 2100 um 40 bis 63 Zentimeter ansteigen könnte, was Millionen von Menschen in der Nähe der Küsten betrifft.

Länder wie die Malediven und Kiribati stehen vor existenziellen Bedrohungen durch steigende Meeresspiegel. Die Malediven, mit einer durchschnittlichen Höhe von nur einem Meter über dem Meeresspiegel, riskieren, 77 Prozent ihrer Landfläche zu verlieren, wenn der Meeresspiegel um 45 Zentimeter ansteigt. Ebenso könnte Kiribati zwei Drittel seines Territoriums verlieren, wenn der Meeresspiegel um 90 Zentimeter ansteigt.

Während die Auswirkungen des Klimawandels zunehmend sichtbar werden, sind die Reaktionen sehr unterschiedlich. Nationen wie die Niederlande haben wirksame Strategien zur Bewältigung von Küstenrisiken durch fortschrittliche Infrastruktur und Planung gezeigt. Das Ausmaß des potenziellen Schadens erfordert jedoch globale Zusammenarbeit und innovative Lösungen, um die Auswirkungen des steigenden Meeresspiegels und extremer Wetterereignisse abzumildern. Da die wissenschaftliche Gemeinschaft weiterhin Vorhersagen verfeinert und die Mechanismen, die den Klimawandel antreiben, versteht, müssen sich die politischen Entscheidungsträger auf die vielfältigen Herausforderungen vorbereiten und die Widerstandsfähigkeit gefährdeter Gemeinschaften gewährleisten.

Zu den Primärquellen (6)

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2 Berichte

Carbon Brief logoCarbon BriefUnabhängigLinksvor 5 Tagen
Gastbeitrag: Der Klimawandel hat zu einem Fünftel des Rückzugs des Gletschers auf Pine Island geführt

Der Pine Island-Gletscher in der Westantarktis, einer der sich am schnellsten verändernden Gletscher weltweit, hat aufgrund der Erosion von warmem Wasser von unten einen signifikanten Rückzug erfahren. Der Gletscher trägt fast zur Hälfte des Anstiegs des Meeresspiegels durch das Schmelzen des antarktischen Eisschildes bei. Eine kürzlich in 'Cryosphere' veröffentlichte Studie schreibt etwa 4 km - etwa ein Fünftel - des Rückzugs des Pine Island-Gletschers auf den vom Menschen verursachten Klimawandel seit der vorindustriellen Zeit zurück. Diese Forschung ist die erste Attributionsstudie des Gletscherrückzugs in der Antarktis. Historische Daten zeigen, dass sich der Westantarktis-Eisschild, einschließlich der Pine Island und der benachbarten Thwaites-Gletscher, seit dem letzten Gletschermaximum vor etwa 20.000 Jahren deutlich zurückgezogen hat.

Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel betont die Rolle des vom Menschen verursachten Klimawandels beim Rückzug der Gletscher, wobei er wissenschaftliche Studien verwendet, um anthropogene Faktoren hervorzuheben.

UNIAN logoUNIANParteinahMittevor 5 Tagen
Wissenschaftler zeigten eine Karte von Ländern, die im Jahr 2100 nicht mehr existieren werden.

Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich schneller als erwartet und droht, bis 2100 ganze Inselstaaten auszulöschen und Großstädte zu überfluten. Wissenschaftler warnen davor, dass Küstengebiete, insbesondere niedrig liegende Inselstaaten wie die Malediven und Kiribati, ernsthaften Risiken ausgesetzt sind, wobei einige Prognosen darauf hindeuten, dass diese Länder vollständig verschwinden könnten. In Asien gehören China, Bangladesch und Indien zu den am stärksten gefährdeten Ländern, wobei Millionen von Menschen gefährdet sind. Jakarta, Indonesiens Hauptstadt, sinkt aufgrund der übermäßigen Gewinnung von Grundwasser und des steigenden Meeresspiegels, was zu Plänen zur Verlegung der Hauptstadt nach Borneo führt. Die Studie hebt die Bedeutung der Infrastruktur bei der Schadensminderung hervor und nennt die Niederlande als Beispiel für wirksame Anpassungsstrategien.

Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse und Projektionen ohne offensichtliche ideologische Rahmenbedingungen. Er zitiert mehrere Studien und Organisationen, darunter NOAA und Nature Communications, und diskutiert sowohl globale als auch regionale Auswirkungen, ohne eine bestimmte politische Haltung zu bevorzugen.

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