Der Kanton Zug ist der größte Nettozahler im Nationalen Finanzausgleich und hat seine Beiträge auf knapp 500 Millionen Franken erhöht. Er wird nun bis zu 3,8 Millionen Franken für ein Forschungszentrum zur Finanzausgleichsforschung ausgeben, das vom Institut für Schweizer Wirtschaftspolitik (IWP) an der Universität Luzern betreut wird. Ökonom Marius Brülhart kritisiert, dass das IWP zwar an der Luzern Uni angeschlossen ist, aber nicht unabhängig sei. Er warnt vor politischen Einflüssen auf die Forschung und fordert, dass solche Projekte transparent als Auftragsforschung markiert werden. Finanzdirektor Heinz Tännler verteidigt die Entscheidung, da der Kanton Zug einen liberalen und bürgerlichen Stil verfolgt, und die Wissensfreiheit betont. Das IWP bestreibt jedoch jede Unabhängigkeit und seine unkritische Neutralität.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Die Berichterstattung bleibt weitgehend neutral, wobei sowohl Kritik als auch Verteidigung der Entscheidung des Kantons Zug zitiert werden.





