Ein chemisches Unternehmen aus der Groninger Farm wird beschuldigt, seit Jahren illegale Salzabfälle an der belgisch-niederländischen Grenze zu entsorgen. Es handelt sich um die niederländische Glycerin-Raffinerie (DGR), eine Fabrik, die Glycerin für die Verwendung in Kosmetika und Reinigungsmitteln herstellt. Das Unternehmen, das im Chemiepark Delfzijl ansässig ist, hat über einen Zeitraum von drei Jahren ungefähr 5 Millionen Kilo Salzabfälle illegal entsorgt, was zu einer schweren Bodenverschmutzung in der Grenzregion geführt hat.
Das Salz wurde auf landwirtschaftlichen Flächen unter zerstörten Stallungen und vergrabenen Feldern verstreut, wodurch das Grundwasser in einigen Gebieten als Meerwasser salzig wurde.
Die illegale Tätigkeit ist mit den zunehmenden Problemen des Unternehmens verbunden, Salz als Abfallsalz zu vertreiben. Da die Winter weniger hart werden, wird es schwieriger, das Salz als Abfallsalz zu verkaufen. Außerdem werden die Umweltauflagen für das Abfallsalz immer strenger. Stattdessen wird das Salz über Zwischenhändler als Bodenverbesserungsmittel für den Agrarsektor angeboten. Diese Zwischenhändler, Geert H., verkaufen das Salz und verbreiten es auf landwirtschaftlichen Flächen.
Die Handlungen dieser Personen haben zu schwerwiegenden Bodenschäden geführt, wobei das Grundwasser in einigen Gebieten so salzig wurde wie das Meerwasser.
Angelique Huijben, Vorsitzende der Südlichen Land- und Gartenbau-Organisation (ZLTO), betont, dass die Verwendung von Salzabfall als Bodenverbesserungsmittel "kriminell" ist. Sie weist darauf hin, dass zu viel Salz schädlich für Pflanzen und den Boden ist. Ciska Veen, Bodemecoloog des Niederländischen Instituts für Ökologie, betont, dass alles Leben, einschließlich Pflanzen und Tieren, gegen Salz schadet.
Nach Ansicht von FTM und BN De Stem hat DGR durch die illegale Entsorgung von Salz rund 1 Million Euro pro Jahr eingespart. Ein Sprecher von DGR bestreitet, dass das Unternehmen das Salz als Bodenverbesserungsmittel angeboten habe, erkennt aber an, dass es auch Kunden gab, die die Möglichkeit sahen, das Salz auf den Markt zu bringen.
Die FTM meldet jedoch, daß die DGR sich darüber informiert habe, daß der Verkauf über die Handelskanäle für landwirtschaftliche Flächen erfolgt sei.
Geert H. und Peet W. wurden von der belgischen Justiz offiziell verdächtigt. Huijben van ZLTO hofft, dass es zu einem Urteil kommt, weil der Boden alles für einen Bauern ist. Sie betont, dass der Boden geklopft werden muss und dass, wenn das nicht stimmt, der Boden unter der Existenz des Bauers weg ist.
Die Zukunft der Landwirtschaft und die Nachhaltigkeit der Industrie stehen auf dem Spiel.
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