Die griechischen Behörden evakuierten etwa 500 Touristen aus Küstengebieten in der Nähe von Thessaloniki, nachdem Waldbrände zwei beliebte Touristenziele im Norden Griechenlands bedroht hatten. Die Brände, die in den Kiefernwäldern von Siviri und Fourka schnell ausbrachen, zwangen die Rettungsdienste, kleine Boote und Küstenwachen einzusetzen, um die Besucher in Sicherheit zu bringen. Die Evakuierung war notwendig, da sich die Flammen den Stränden näherten, was die Beamten veranlasste, Anwohner und Touristen telefonisch zu warnen. Über 480 Personen, viele davon Familien mit Kindern, wurden auf See umgesiedelt, einige wurden zu nahe gelegenen Stränden gebracht und andere auf ein Schiff, das vor der Küste wartete, übertragen.
In Fourka versammelten sich Menschenmengen an den Docks, während Rauch den Himmel über den betroffenen Gebieten füllte. In der Zwischenzeit bildeten sich Staus, als Fahrzeuge versuchten, aus den betroffenen Zonen zu fliehen. Die Waldbrände in Nordgriechenland haben laut Regierungsberichten bereits rund 100 Quadratkilometer Wald verzehrt. Die Feuerwehrleute, unterstützt von Luftressourcen wie Wasserbombenflugzeugen und Hubschraubern, arbeiteten den ganzen Tag über unermüdlich, um die Flammen einzudämmen.
In Belgien brennt eines der größten Waldbrände der jüngsten Geschichte durch das Naturschutzgebiet Altas Fagnes und zerstört mehr als 27 Quadratkilometer Vegetation. Die Behörden haben die Evakuierung von fast 600 Einwohnern in den Städten Waimes und Bütgenbach angeordnet, nachdem sich die Windrichtung verändert hatte und sich der Rauch in besiedelte Gebiete verbreitete.
Die Notfallteams aus Belgien, Deutschland und den Niederlanden arbeiten gemeinsam an der Bekämpfung des Feuers mit Hubschraubern der belgischen Bundespolizei und niederländischer Feuerwehr. Obwohl bisher keine Häuser beschädigt wurden, bleiben die Beamten vorsichtig und fordern die Bewohner auf, unnötige Reisen zu vermeiden, um Rettungsmaßnahmen zu verhindern. Die Situation in Belgien hat die Aufmerksamkeit über seine Grenzen hinaus auf sich gezogen, wobei die deutschen Behörden in Monschau berichteten, dass das Feuer innerhalb von drei Kilometern von ihrem Territorium liegt und die Feuerwehrleute in Alarmbereitschaft halten.
In Spanien hat ein großes Waldbrand in der Region Aragon über 16.600 Hektar Land verbrannt und die Evakuierung von mehr als 1.000 Menschen gezwungen. Die Rettungsdienste haben sich umfassend mobilisiert, um die Krise zu bewältigen, indem sie zusätzliches Personal und Ausrüstung eingesetzt haben, um die Flammen einzudämmen. Ähnliche Herausforderungen stehen Frankreich gegenüber, wo die Besatzungen daran arbeiten, mehrere Brände zu unterdrücken, die durch Hitzewellen und trockene Bedingungen angeheizt werden. In Griechenland reichen die Auswirkungen der Waldbrände über die unmittelbare Gefahr für Menschen und Eigentum hinaus.
Zwei Todesopfer wurden auf der Insel Salamina in der Nähe von Athen gemeldet, wo gleichzeitige Brände zu großflächigen Evakuierungen führten. Ein weiteres Feuer brach auf der Insel Skyros aus, wo rund 100 Feuerwehrleute zusammen mit 11 Flugzeugen, fünf Hubschraubern und 20 Fahrzeugen arbeiten, um die Flammen unter Kontrolle zu bringen. Diese Vorfälle unterstreichen die wachsende Bedrohung durch Waldbrände in der gesamten Mittelmeerregion, die durch Umweltfaktoren und die Notwendigkeit koordinierter internationaler Reaktionsbemühungen ausgelöst wird.
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