Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die großen europäischen Banken aufgefordert, bis zum 31. Oktober 2026 Aktionspläne zur Bewältigung der wachsenden Cyberbedrohungen im Zusammenhang mit den Fortschritten in der künstlichen Intelligenz (KI) vorzulegen. Die EZB-Präsidentin Christine Lagarde betonte, dass neue KI-Modelle, die Schwachstellen identifizieren und automatisierte Angriffswerkzeuge erzeugen können, eher eine dauerhafte Verschiebung der Bedrohungslandschaft als ein vorübergehendes Problem darstellen. Das Schreiben der EZB an 110 direkt beaufsichtigte Institute weist auf Bedenken hinsichtlich der zunehmenden Geschwindigkeit und des Ausmaßes der Risiken hin, die diese KI-Entwicklungen mit sich bringen. Dies folgt auf Warnungen des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (ESRB), der die Bewertung des systemischen Cyberrisikos im Juni 2026 von "hoch" auf "ernsthaft" erhöhte und die EU aufforderte, die strategische Autonomie in diesem Bereich zu stärken.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel bietet einen ausgewogenen Überblick über die Regulierungsmaßnahmen der EZB in Bezug auf Cybersicherheit und KI und zitiert offizielle Erklärungen der EZB und des ESRB, ohne offen eine bestimmte Perspektive zu bevorzugen.





