Eine Untersuchung ergab, dass eine 73-jährige Großmutter starb, nachdem sie nach einer Erhöhung der Dosierung ihrer Mounjaro-Gewichtsverlust-Injektion plötzliche und starke Schmerzen verspürte. Caroline Savage aus Wortwell in Norfolk wurde am 18. Oktober 2024 in das Norfolk and Norwich Hospital eingeliefert, nachdem sie sich über akute Bauchschmerzen beschwert hatte.
Ihr privater Arzt, Dr. Harvinder Chahal, hatte sie vor möglichen Nebenwirkungen wie Bauchschmerzen und Verstopfung gewarnt. Ihr Gewicht hatte sich jedoch bis Oktober auf 114 kg (18 Stein) verringert, und sie berichtete keine signifikanten Nebenwirkungen der Medikamente. Am 18. Oktober erlitt Frau Savage starke Bauchbeschwerden und suchte Notfallversorgung. Ein Krankenwagen wurde um 13:30 Uhr geschickt, und sie erreichte den Bereich der schnellen Beurteilung und Behandlung des Krankenhauses um etwa 14:45 Uhr. Aufgrund der Überfüllung der Notaufnahme blieb sie während der Beurteilung im Krankenwagen.
Ein leitender klinischer Mitarbeiter in der Notfallmedizin vermutete zunächst Pankreatitis, eine seltene, aber bekannte Komplikation von Gewichtsverlustmedikamenten. Diese Möglichkeit wurde nach Überprüfung ihrer Bluttestergebnisse ausgeschlossen. Nach der Auswertung erklärte die fortgeschrittene klinische Praktikerin Laura Rea, dass die anerkannten Nebenwirkungen von Mounjaro, einschließlich Bauchschmerzen und Blähungen, eine vernünftige Arbeitsdiagnose bildeten. Es gab keine unmittelbaren Beweise für einen chirurgischen Notfall, was zur Entscheidung führte, sie nicht aufzunehmen oder eine CT-Untersuchung durchzuführen. Der Berater Dr. Diego Olmo-Ferrer untersuchte auch Frau Savage und führte einen fokussierten Ultraschall durch, um einen Bauchaortenaneurysma auszuschließen.
Beide Beurteilungen kamen zu dem Schluss, dass sie mit Schmerzlinderung und Anweisungen zur Überwachung ihres Zustands sicher entlassen werden konnte. Frau Savage verließ das Krankenhaus um etwa 18:30 Uhr. Später an diesem Abend entdeckte ihr Ehemann, Jeremy Savage, ein ehemaliger Tory-Ratsmitglied, sie auf dem Boden, nachdem er einen Knall gehört hatte. Er verabreichte CPR und rief einen Krankenwagen, aber sie konnte nicht wiederbelebt werden. Eine Obduktion ergab, dass sie an einer Fäkalperitonitis gestorben war, einer Erkrankung, die auf eine Perforation in einem Teil ihres Darms zurückzuführen war.
Während es keine festgestellten Beweise gibt, die das Medikament direkt mit der Fäkalperitonitis in Verbindung bringen, wurde in der Anhörung eine mögliche Verbindung in Betracht gezogen. Mounjaro ist dafür bekannt, die Bewegung von Nahrungsmitteln durch das Verdauungssystem zu verlangsamen, was möglicherweise Erkrankungen wie Divertikulärerkrankungen verschlimmert, die zu einer Darmperforation führen können. Frau Savage's Familie äußerte Bedenken, dass die behandelnden Ärzte ihre Symptome möglicherweise zu schnell dem Medikament zugeschrieben hätten, anstatt weitere Untersuchungen durchzuführen. Sie argumentierten, dass ihre Symptome eine gründlichere Prüfung erforderten, anstatt als typische Nebenwirkungen abgetan zu werden.
Die Rechtsanwältin Alison Brockhurst, die das Krankenhaus vertritt, räumte ein, dass die Aufbewahrung verbessert werden könnte, behauptete aber, dass angemessene medizinische Protokolle eingehalten wurden. Frau Savage hatte Mounjaro nicht nur zur Gewichtskontrolle, sondern auch zur Linderung von Symptomen im Zusammenhang mit Lipoödem verwendet, einem Zustand, der durch die Ansammlung von Fettgewebe gekennzeichnet ist. Ihr Fall hebt laufende Diskussionen über die Sicherheit und Überwachung von Gewichtsverlustmedikamenten hervor, insbesondere wenn sie außerhalb der standardmäßigen klinischen Richtlinien verwendet werden. Die Untersuchung untersucht weiterhin alle Aspekte ihrer Behandlung und die Umstände ihres Todes.
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