Eine neue vom Commonwealth finanzierte Studie stellt die Annahme in Frage, dass Zuckergleiter ein Haupträuber der stark gefährdeten schnellen Papageien in Tasmanien sind. Unter der Leitung des Landschaftsökologen Matt Webb und der veterinärmedizinischen Ökologin Leanne Wicker wurde in der Forschung über zwei Brutzeiten mit akustischer Überwachung, Bewegungskameras und Gleitern gearbeitet und keine bestätigten Fälle von Zuckergleitern gefunden, die schnelle Papageien töteten. Die Studie stellte fest, dass Zuckergleiter zwar Nester besuchten, dies jedoch nicht mit Nestversagen korrelierte. Stattdessen wurden andere Raubtiere wie einheimische schwarze Currawongs und eingeführte europäische Starlings beobachtet, die schnelle Papageien angriffen. Die Forscher schrieben Nestversagen dem anhaltenden Habitatverlust und der Fragmentierung zu und betonten die Notwendigkeit von Erhaltungsstrategien, die mehrere ökologische Faktoren berücksichtigen. Die bisherigen Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Annahmen über Zuckergleiter als primäre Bedrohung möglicherweise veraltet sind.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine wissenschaftliche Studie ohne offensichtliche ideologische Neigung. Er berichtet über eine Herausforderung der Forschung an bestehende Annahmen über die Dynamik von Raubtier-Beute, ohne sich für Umweltpolitiken oder politische Debatten zu entscheiden.


