Die Hauptstadt Kanadas hat den 11. Juli erneut zum Tag der Erinnerung an die Opfer des Genozids von Srebrenica erklärt. Diese jährliche Feier, die vom Bürgermeister von Ottawa initiiert wurde, dient als feierliche Hommage an die mehr als 8.000 bosnischen muslimischen Männer und Jungen, die während des Genozids in Srebrenica 1995 ermordet wurden. Die Erklärung bekräftigt Ottawas Engagement für die Förderung von Wahrheit, Gerechtigkeit und Erinnerungskultur und verurteilt gleichzeitig die Leugnung des Genozids.
Nach Angaben des kanadischen Instituts für Völkermordstudien (IGK) unterstreicht dieser Akt die fortlaufenden Bemühungen der Stadt, das historische Gedächtnis zu bewahren und Revisionismus im Zusammenhang mit den in Bosnien und Herzegowina begangenen Gräueltaten zu verhindern.
Ottawa hat den 11. Juli seit seiner Gründung jedes Jahr konsequent als offiziellen Gedenktag für die Opfer des Genozids von Srebrenica gefeiert. Die Entscheidung der Stadt spiegelt sowohl eine moralische Verpflichtung als auch eine politische Haltung gegen diejenigen wider, die versuchen, das Ausmaß der Tragödie herunterzuspielen oder zu leugnen.
Die Anerkennung des 11. Juli als Tag der Erinnerung wurde erstmals 2010 vom kanadischen Parlament eingeführt, als es einstimmig die Resolution M-416 verabschiedete. Diese Resolution erkannte den Genozid von Srebrenica an und verurteilte seine Leugnung. Seitdem ist das Datum zu einem nationalen Symbol der Erinnerung und Solidarität mit den Opfern und ihren Familien geworden.
Die diesjährige zentrale Gedenkveranstaltung wird am 11. Juli in Windsor stattfinden, wo das erste Denkmal für die Opfer des Völkermords von Srebrenica in der Diaspora enthüllt wird. Die Zeremonie zielt darauf ab, die Opfer zu ehren und die kollektive Verantwortung dafür zu stärken, dass die Erinnerung an den Völkermord intakt bleibt.
In einer offiziellen Proklamation von Ottawas Bürgermeister Mark Sutcliffe erklärte die Stadt den 11. Juli 2026 zum Tag der Erinnerung an die Opfer des Genozids von Srebrenica. Diese Erklärung steht im Einklang mit der Initiative des Instituts, den 11. Juni bis 11. Juli 2026 als einen Monat der Erinnerung an den Genozid von Srebrenica zu benennen.
Das kanadische Institut für Völkermordstudien betonte, dass die Wahrheit über den Völkermord von Srebrenica durch internationale Gerichtsurteile bestätigt wurde und nicht von Drohungen, Beleidigungen oder Propaganda abhängt. Die Organisation betonte, dass der Kampf für Bosnien und Herzegowina, für die Würde der Opfer, nicht nur ein politisches Unterfangen ist, sondern in der Wahrung der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Erinnerungskultur verwurzelt ist.
Das Institut bekräftigte, dass der Kampf gegen den Revisionismus durch Bildung, öffentlichen Diskurs und institutionelle Unterstützung fortgesetzt werden muss, um sicherzustellen, dass das Erbe des Völkermords für zukünftige Generationen erhalten bleibt.
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