Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz kritisierte den von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen EU-Haushalt in Höhe von 2 Billionen Euro und forderte Kürzungen in Höhe von "mehreren hundert Milliarden" Euro und bezeichnete den Plan als "inakzeptabel". Er lehnte insbesondere die Schaffung von 2.500 neuen Arbeitsplätzen in den EU-Institutionen ab und erklärte, Deutschland werde sein eigenes Regierungspersonal bis 2029 um 8% reduzieren. Merz bestätigte nicht, ob seine vorgeschlagenen Kürzungen mit einem jüngsten deutschen Vorschlag von Kürzungen in Höhe von 400 Milliarden Euro übereinstimmen. Unter der bevorstehenden EU-Ratspräsidentschaft Irlands steht der Taoiseach Micheál Martin vor der Herausforderung, den Druck Deutschlands auf Haushaltskürzungen mit anderen Mitgliedstaaten wie Italien, Spanien und Polen, die einen größeren Haushalt unterstützen, in Einklang zu bringen. Martin äußerte sich bereit, auf die Bedenken Deutschlands zu hören, betonte jedoch die Notwendigkeit einer Zusammenarbeit, um bis zum Jahresende eine Einigung zu erzielen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert Merz' Kritik an den EU-Haushalt und den Personalvorschlägen, ohne offen eine der beiden Seiten zu begünstigen.





