Korallenriffe erleben zunehmend kürzere Erholungszeiten nach Bleichereignissen aufgrund steigender Wassertemperaturen, die durch die globale Erwärmung und den Klimawandel verursacht werden. Laut einem Bericht des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) ist die Fläche mit harten Korallen im Vergleich zum Durchschnitt zwischen 1980 und 2009 um etwa 9,5% zurückgegangen. Zuvor konnten sich Korallen über Jahrzehnte zwischen schweren Bleichereignissen erholen, aber jetzt dauern die Erholungsphasen oft nur fünf bis sechs Jahre. Korallenbleichung tritt auf, wenn Korallen symbiotische Algen aufgrund hoher Wassertemperaturen ausstoßen, was zu ihrem charakteristischen weißen Aussehen führt. Wissenschaftler betonen die Notwendigkeit, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren und lokale Stressoren wie Überfischung, schlechte Wasserqualität und Küstenentwicklung anzugehen, um diese Ökosysteme zu schützen. Korallenriffe bedecken weniger als 0,2% des Meeresbodens, bieten jedoch mindestens ein Viertel der Meeresarten Lebensraum und spielen eine entscheidende Rolle bei der Ernährungssicherheit, dem Einkommen und dem Küstentourismus.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert wissenschaftliche Erkenntnisse des Global Coral Reef Monitoring Network (GCRMN) über die Auswirkungen des Klimawandels auf Korallenriffe.


