Ein großer Kunstdiebstahl hat das Museo Regionale di Messina erschüttert, wobei sechs Werke des Renaissance-Meisters Antonello da Messina während eines Einbruchs am Wochenende gestohlen wurden. Der Vorfall ereignete sich am Ferragosto, dem italienischen Nationalfeiertag, der mit einer traditionellen religiösen Prozession zusammenfiel, die als Vara bekannt ist. Laut lokalen Medienberichten wurden zwei der gestohlenen Stücke in der Nähe des Museums zurückgelassen, während die restlichen vier, drei vom Polittico di San Gregorio und eines, das Talettavo Bifronte genannt wurde, weggenommen wurden.
Nach Angaben der Polizei fand der Diebstahl am späten Samstagabend statt. Sicherheitsvideomaterial scheint die Verdächtigen festgenommen zu haben, die als schwarze Kleidung und Motorradhelme mit vollem Gesicht beschrieben wurden. Mindestens vier Personen waren an dem Verbrechen beteiligt, zwei betraten das Museum, während ein anderes Paar draußen wartete. Trotz der Anwesenheit von Sicherheitspersonal und funktionierenden Alarmen gelang es den Dieben, mit den Kunstwerken zu fliehen. Zwei der gestohlenen Gemälde wurden später in der Nähe einer Wand in der Nähe des Museumseingangs aufgegeben gefunden, was zu einem Anruf bei den Rettungsdiensten um 22 Uhr führte.
Eine lokale Familie entdeckte die fehlenden Werke und alarmierte die Behörden, was zur Aktivierung des Alarmsystems führte. Die Diebe waren jedoch bereits geflohen, bevor die Alarmierung vollständig verarbeitet wurde. Der Kunstkritiker Vittorio Sgarbi, ein langjähriger Experte für Antonello da Messina, hat öffentlich sowohl die Täter als auch die Sicherheitsmaßnahmen im Museum kritisiert. "Er argumentierte, dass die Kriminellen wahrscheinlich glaubten, dass sie die Gemälde leicht weiterverkaufen könnten, aber eine solche Annahme wäre tödlich. "Diese Werke sind unbezahlbar", erklärte Sgarbi und fügte hinzu, dass selbst das kleinste Detail der Gemälde sie fast unmöglich macht, zu monetarisieren.
Er wies auch darauf hin, dass die Diebe einige der gestohlenen Stücke zurückgelassen hatten, was auf einen Mangel an Planung oder Fachwissen hindeutet. Sgarbi hinterfragte weiter die Wirksamkeit der Sicherheitssysteme des Museums und stellte fest, dass die Diebe trotz der aktiven Alarme aussteigen konnten. Er schlug vor, dass die Sicherheitsprotokolle möglicherweise unzureichend oder unsachgemäß gepflegt worden wären. "Wenn das System richtig funktioniert hätte, hätten die Diebe nicht verlassen können", bemerkte er.
Einer der gestohlenen Stücke, die Tavoletta Bifronte, wurde zuvor von Sgarbi selbst Antonello zugeschrieben, und er spielte eine Schlüsselrolle bei der Übernahme durch die regionale Regierung im Jahr 2003 durch eine Christie's Auktion.
Der Diebstahl hat weit verbreitete öffentliche Empörung ausgelöst, wobei viele Einwohner Messinas ein Gefühl des kollektiven Verlusts verspüren. Einige haben spekuliert, dass das Verbrechen mit breiteren Problemen der Unsicherheit in der Region in Verbindung gebracht werden könnte, obwohl noch keine offizielle Verbindung hergestellt wurde. Die Behörden untersuchen derzeit den Fall und konzentrieren sich auf die Möglichkeit, dass die gestohlenen Kunstwerke möglicherweise noch im Besitz der Diebe sind.
Experten wie Sgarbi sind jedoch weiterhin zuversichtlich, dass die gestohlenen Kunstwerke irgendwann wiedergefunden werden, da es wahrscheinlich ist, dass die Diebe, die nicht wissen, wie sie mit so wertvollen Artefakten umgehen sollen, bald ihren Fehler erkennen.
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