Ein ehemaliger Pilot der französischen Marine, Pierre-Henri Chuet, wurde in Frankreich wegen angeblicher Weitergabe sensibler militärischer Informationen an chinesische Beamte offiziell untersucht. Der Fall kam nach Vorwürfen auf, dass Chuet, ein französisch-kanadischer Doppelbürger, 2018 und 2019 während seiner Dienstzeit in der französischen Marine unerlaubte Reisen nach China unternommen habe. Diese Reisen, die durch ein südafrikanisches Luftfahrtunternehmen organisiert wurden, beinhalteten Berichten zufolge Trainingssitzungen für chinesisches Militärpersonal, was Bedenken hinsichtlich potenzieller Verstöße gegen die nationale Sicherheit weckte.
Chuet, der zuvor an Bord des einzigen aktiven Flugzeugträgers Frankreichs, der Charles de Gaulle, diente, flog sowohl Super Etendard-Streikjäger als auch Rafale M-Multirolle-Jets. Im Mai 2025 erlangte er Aufmerksamkeit, weil er öffentlich die Leistung der indischen Rafale-Kampfflugzeuge während der Operation Sindoor kritisierte. Diese Kritik zog die Aufmerksamkeit auf sich, insbesondere da der Rafale zu den fortschrittlichsten Kampfflugzeugen der indischen Luftwaffe gehört, die von Frankreichs Dassault Aviation hergestellt werden. Die ersten Vorwürfe gegen Chuet tauchten 2023 auf und tauchten 2025 wieder auf, was zu Untersuchungen durch französische Medien wie Le Canard Enchaine und Mediapart führte.
Nach diesen Berichten unternahm Chuet während seiner Amtszeit in der französischen Marine mindestens zwei nicht genehmigte Besuche in China. Diese Reisen, die angeblich von der in Südafrika ansässigen Test Flying Academy of South Africa (TFASA) finanziert wurden, beinhalteten die Organisation von Trainingsprogrammen für chinesische Militärpiloten. Die erste Sitzung im Jahr 2018 konzentrierte sich auf Flugzeugträgerlandungstechnologien, während die zweite im Jahr 2019 sich auf breitere Aspekte des Flugzeugträgerbetriebs erweiterte, einschließlich der Ausbildung für Marineflieger und Lande-Signal-Offiziere sowie Einblicke in westliche militärische Aktivitäten in Syrien.
Im April 2025 erhielten Staatsanwälte in Paris eine Überweisung des französischen Wehrministeriums bezüglich eines ehemaligen Soldaten, der verdächtigt wurde, Geheimdienste an eine ausländische Macht weitergegeben und gegen militärische Protokolle verstoßen zu haben.
Er behauptet, die Aktivitäten seien in ihrem Umfang begrenzt und beinhalteten nicht die Übertragung von klassifizierten Informationen. Trotz seiner Leugnungen haben ihn die Staatsanwälte wegen mehrerer Straftaten angeklagt, darunter die Offenlegung von nationalen Verteidigungsgeheimnissen und der Austausch von Geheimdiensten mit einer ausländischen Macht. Er befindet sich derzeit unter gerichtlicher Aufsicht, da die Ermittlungen fortgesetzt werden.
Im Laufe der Untersuchung werden weitere Details über die Art und das Ausmaß der angeblichen Enthüllungen wahrscheinlich auftauchen, was möglicherweise die diplomatischen und rechtlichen Gespräche zwischen den beiden Nationen beeinflussen könnte.
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