Frankreich hat ein Disziplinarverfahren gegen seinen Botschafter in der Zentralafrikanischen Republik, Bruno Foucher, eingeleitet, nachdem behauptet wurde, dass er zahlreiche Frauen in seiner offiziellen Residenz aufgenommen hat, von denen einige Berichten zufolge übernachtet haben. Die Untersuchung, die vom französischen Außenministerium eingeleitet wurde, beruht auf Behauptungen, dass diese Handlungen gegen Sicherheitsprotokolle verstoßen und Bedenken hinsichtlich der Sicherheit des diplomatischen Personals und der Einrichtungen geweckt haben. Die Behauptungen, die in der französischen Wochenzeitung Le Canard enchaîné detailliert dargelegt wurden, legen nahe, dass Foucher, 65, zwischen Januar 2024 und März 2026 etwa 30 Frauen im Alter zwischen 20 und 30 Jahren in seine Residenz in Bangui eingeladen hat.
Einige der Frauen blieben Berichten zufolge über Nacht, was Beamte dazu veranlasste, Alarm zu schlagen. Laut dem Bericht gab Foucher zu, sexuelle Beziehungen zu mindestens zwei der Frauen gehabt zu haben, die beide Einheimische waren. Der Bericht besagte auch, dass er angeblich eine der Frauen in seiner Residenz verbracht habe, während er auf offizielle Angelegenheiten unterwegs war.
Derzeit läuft der Prozess, obwohl die genaue Art und Dauer der Disziplinarmaßnahmen nicht bekannt ist. Foucher, ein erfahrener Diplomat, hatte mehrere Schlüsselpositionen im französischen Auswärtigen Dienst inne. Er war von 2017 bis 2020 Botschafter im Libanon, von 2011 bis 2016 im Iran und von 2006 bis 2011 im Tschad.
Die Beziehung zwischen Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik wurde durch den wachsenden Einfluss Russlands kompliziert, insbesondere durch die Wagner-Gruppe, eine von Russland unterstützte paramilitärische Organisation, die der Führung des Landes Sicherheitsdienste anbietet.
Trotz dieser Spannungen zeigten die Beziehungen zwischen Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik Anzeichen einer Verbesserung. Im März 2026 machte der französische Außenminister Jean-Noël Barrot einen hochkarätigen Besuch in Bangui, der erste solcher Besuch eines hochrangigen französischen Beamten seit 2018. Die Kontroverse um Foucher hat in diplomatischen Kreisen Diskussionen über das Verhalten von im Ausland stationierten Beamten und die Bedeutung der Einhaltung strenger Sicherheits- und ethischer Richtlinien ausgelöst.
Im Zuge der Entwicklung der Lage werden wahrscheinlich weitere Einzelheiten über das Ergebnis der Untersuchung und ihre Auswirkungen auf die Beziehungen zwischen Frankreich und der Zentralafrikanischen Republik bekannt werden.
★
Halte die Nachrichten ehrlich.
ObjectiveNews ist leserfinanziert und werbefrei – wir zeigen dir den Bias, statt ihn zu verstecken. Unterstütze unabhängigen Journalismus für 4 €/Monat.
Unterstützer werden