In Frankreich wurde kürzlich ein wichtiges Gesetz verabschiedet, das die Werbung für Ultra-Fast-Fashion-Shops wie Shein, Temu und AliExpress verbietet. Diese Maßnahme tritt am 1. Januar in Kraft und richtet sich speziell an Unternehmen, die massenhaft billige, nicht nachhaltige Kleidung verkaufen. Nach der Regelung dürfen diese Marken nicht länger in den Medien oder über soziale Netzwerke gefördert werden, noch dürfen Influencer ihre Marken empfehlen.
Das bedeutet, dass viele Kleidungsstücke im Müllsack liegen, was zu einem großen Umweltproblem führt.
Das Gesetz richtet sich vor allem an chinesische Modegiganten, obwohl die genaue Definition von "Ultrafastfashion" noch festzulegen ist. In dem Gesetzesvorschlag wird klargestellt, dass die Maßnahme nicht nur auf ausländische Marken abzielt, sondern auch auf die Auswirkungen, die diese Unternehmen auf die Nachhaltigkeit der Modebranche haben.
Die französische Regierung hat Shein bereits an mehreren Fronten angeklagt. Anfang Juni wurde dem chinesischen Webshop eine Geldbuße in Höhe von 22 Mio. Euro auferlegt wegen Problemen mit der Rücksendung und der Transparenz bei der Lieferung von Materialien. Im Juli letzten Jahres erhielt Shein bereits eine Geldbuße in Höhe von 40 Mio. Euro wegen Fehlverkaufs. Darüber hinaus ist die Europäische Kommission mit einer Untersuchung gegen Shein beschäftigt, bei der das Unternehmen auf der Grundlage möglicher Mängel bewertet wird, um den Verkauf illegaler Produkte zu beschränken und Nutzer vor Missbrauch auf der Website und in der App zu schützen.
Diese Aktionen zeigen, dass Frankreich und Europa immer stärker auf die Modeindustrie zurückgreifen, insbesondere auf Unternehmen, die die Nachhaltigkeit des Sektors beeinträchtigen.
Ein weiterer Aspekt der jüngsten Maßnahme ist die Zunahme von Influencer-Aktivitäten im Zusammenhang mit dem illegalen Verkauf von Markenbekleidung. Nach Angaben der Quellen gibt es eine Zunahme der Zahl von Influencern, die diese Produkte fördern. Dies kann zu einer größeren Marktposition für illegale Produkte und einem weiteren Vertrauensverlust in die echten Marken führen. Die Regierung will damit Signale senden, dass es nicht akzeptabel ist, die Verbraucher durch die Verwendung von gefälschten Inhalten und unethischen Marketingstrategien zu täuschen.
Die Reaktionen der beteiligten Parteien sind unterschiedlich. Shein hat sich in der Vergangenheit immer als ein innovativer und schneller Modeanbieter betrachtet, aber die aufkommenden Sanktionen zeigen, dass der Regulierer nicht mehr akzeptiert, dass das Unternehmen den Markt ohne Verantwortung dominiert. Auf der anderen Seite bleibt die Diskussion offen, über welche Grenzen das Gesetz wirklich überschreiten sollte. Einige Kritiker meinen, dass die Maßnahme zu breit ist und dass der Fokus weniger auf dem Verbot von Werbung und auf der Förderung von nachhaltigen Praktiken liegen sollte.
Es ist noch nicht klar, wie die neuen Regeln in der Praxis wirken werden, aber es ist sicher, dass die Modeindustrie wieder auf der Karte ist.
2 Berichte
NU.nlUnabhängigLinksvor 3 Tagen Frankreich verbietet Fast-Fashion-Werbung von Temu und SHEINFrankreich hat die Werbung für die Fast-Fashion-Marken Temu und SHEIN aufgrund von Bedenken hinsichtlich ihrer Umweltauswirkungen und Arbeitspraktiken verboten. Die Entscheidung erfolgt angesichts des wachsenden globalen Drucks auf Einzelhändler, nachhaltigere und ethische Produktionsmethoden einzuführen.
Tendenz-Einschätzung (Links): Der Artikel formuliert das Verbot als eine notwendige regulatorische Maßnahme gegen Fast-Fashion-Unternehmen, die sich an fortschrittlichen Umwelt- und Arbeitsnormen ausrichtet.
NOS NieuwsStaatlich / öffentlichMittevor 4 Tagen Frankreich verbietet Werbung für Ultrafast-Fashion-Läden wie Shein und TemuFrankreich hat Gesetze verabschiedet, die die Werbung von Ultra-Fast-Fashion-Einzelhändlern wie Shein, Temu und AliExpress ab dem 1. Januar 2025 verbieten. Das Gesetz verbietet auch Influencern, diese Marken zu fördern, mit Bußgeldern für Verstöße. Das Gesetz zielt zunächst auf die gesamte Fast-Fashion-Branche ab, konzentriert sich jedoch speziell auf "Ultra-Fast-Fashion-Unternehmen", die große Mengen kostengünstiger Kleidung zu Preisen verkaufen, die so niedrig sind, dass die Reparatur alter Kleidung für die Verbraucher unrentabel wird, was zu einer erhöhten Verschwendung führt. Die Maßnahme scheint in erster Linie auf chinesische Modegiganten und nicht auf französische oder europäische Marken abzielen, obwohl die genaue Definition des Begriffs noch nicht abgeschlossen ist.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel beschreibt die gesetzgeberischen Maßnahmen der französischen Regierung gegen bestimmte Fast-Fashion-Unternehmen, einschließlich rechtlicher Maßnahmen und Sanktionen, und liefert ausgewogene Informationen über die Absicht, den Umfang und die Auswirkungen des Gesetzes, wobei sowohl die betroffenen Unternehmen als auch die allgemeine Politik erwähnt werden.
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