Laut der französischen Glücksspielbehörde ANJ hat Frankreich fast zwei Jahre nach der ersten Warnung den Zugang zur Prognose-Marktplattform Polymarket gesperrt. Der Schritt wurde am Donnerstag vom Leiter der Autorité nationale des jeux angekündigt und am vergangenen Freitag offiziell umgesetzt. Die Entscheidung folgt auf eine Reihe von Regulierungsmaßnahmen gegen die Plattform wegen angeblicher Verstöße gegen die französischen Glücksspielgesetze.
Damals gab die Regulierungsbehörde dem in Panama ansässigen Betreiber Adventure One QSS ihre erste formelle Warnung aus und forderte das Unternehmen auf, Geoblocking-Maßnahmen zu implementieren, um finanzielle Transaktionen aus Frankreich zu verhindern.
Im Mai 2026 tauchten neue Vorwürfe auf, als der Verdacht aufkam, dass Wetten im Zusammenhang mit Wetterbedingungen mit gehackten Wettersensoren manipuliert worden sein könnten. Infolgedessen leitete die Cybercrime-Einheit der Pariser Staatsanwaltschaft am 4. Mai eine Untersuchung ein. Während dieser Untersuchung entdeckte die ANJ, dass die für Benutzer in Frankreich und Europa zugänglichen Abschnitte der Polymarket-Plattform kein System zur Überprüfung der Benutzeridentität besaßen. Trotz des bestehenden Zahlungsverbots wuchs die Anzahl der Besucher aus Frankreich stetig. Allein im Juni verzeichnete die ANJ 578.751 Besuche und 205.057 eindeutige Besucher der Website.
Frankreich schließt sich einer wachsenden Liste von Ländern an, die Prognose-Märkte wie Polymarket und Kalshi einschränken. Spanien hatte beide Plattformen bereits im Mai wegen fehlender Glücksspiellizenzen verboten und Sanktionsverfahren gegen sie eingeleitet. Prognose-Märkte stehen auch vor wachsender Kontrolle wegen Bedenken des Insiderhandels.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Buchmachern wetten die Nutzer nicht gegen das Haus, sondern tauschen Anteile untereinander aus, wobei die Plattform die Transaktion erleichtert und eine Gebühr erhebt. Derzeit gibt es keine einheitliche Regelung für Plattformen wie Kalshi und Polymarket innerhalb der Europäischen Union. In Deutschland müssen Online-Glücksspielbetreiber eine Lizenz besitzen, die weder Kalshi noch Polymarket besitzen. Folglich blockiert Polymarket Geschäfte, die aus Deutschland stammen, aber es ermöglicht den Nutzern, Marktdaten anzuzeigen. Kalshi verbietet nicht offiziell den Handel aus deutschsprachigen Ländern, sondern bezieht sich auf regionale Einschränkungen.
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heise onlineUnabhängigMitteFaktentreue 93Objektivität 95gestern Frankreich zieht bei Polymarket zwei Jahre nach Verwarnung den SteckerDie französische Glücksspiel-Regulierungsbehörde, die ANJ, hat den Zugriff auf die Prognose-Marktplattform Polymarket blockiert, nachdem sie im November 2024 zuvor eine Warnung ausgegeben hatte. Die Regulierungsbehörde beschuldigte Polymarket, illegal unlizenzierte Wettmöglichkeiten durch Echtzeit-Quoten auf ihrer Website zu bewerben, was zu Geldstrafen von bis zu 100.000 Euro führen könnte. Im Mai 2026 tauchten weitere Vorwürfe auf, die darauf hindeuteten, dass Wetten auf das Wetter möglicherweise mit gehackten Sensoren manipuliert wurden.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert sachliche Informationen über regulatorische Maßnahmen der französischen Behörden gegen eine Prognose-Marktplattform.
Warum Faktentreue (93): The article accurately reports the blocking of Polymarket by the French gambling authority ANJ after warnings since November 2024, the use of geo-blocking by the company, and the subsequent circumvention. It also mentions the investigation into potential manipulation of weather bets and the lack of
Warum Objektivität (95): The article presents the information in a neutral tone, avoiding overt bias or emotional language. It reports facts without apparent editorializing or favoring any particular side. The mention of the fine and the legal implications is presented objectively.
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