Frankreich erlebt aufgrund anhaltender Hitzewellen und Dürren die schlimmste Maisernte seit 50 Jahren, so Agrarexperten und Industriegruppen. Die geschätzte Maisproduktion der Europäischen Union wurde um fast 8% nach unten korrigiert und erreichte 52,7 Millionen Tonnen, den niedrigsten Stand seit 2007. Insbesondere wird der Maisertrag in Frankreich auf 8,9 Millionen Tonnen projiziert, ein Drittel weniger als im vergangenen Jahr, mit der Möglichkeit, unter 8 Millionen Tonnen zu fallen - das schlechteste Ergebnis seit 1976. Dieser Rückgang folgt auf drei Hitzewellen, die das Land seit Ende Mai betreffen, mit weiteren Trockenperioden. Einige Landwirte in Westfrankreich haben bereits begonnen, nicht bewässerten Mais vor der Reife zu ernten, um ihn als Tierfutter zu verwenden. Inzwischen könnten in Rumänien aufgrund starker Regenfälle erhöhte Maiserträge erzielt werden, die möglicherweise einige der Verluste in anderen Ländern wie Ungarn und Spanien ausgleichen. Die gesamte Maisfläche in der EU ist zum ersten Mal seit diesem Jahrhundert unter 8 Millionen Hektar gefallen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert faktische Daten und Gutachten, ohne offen eine politische Haltung zu bevorzugen.





