Anlässlich des Jahrestages der Operation "Oluja" fand am Ban Jelačić-Platz in Zagreb eine Antikriegsdemonstration mit dem Titel "Die Verbrechen von Oluja sind die Verantwortung von uns allen" statt. Die Veranstaltung wurde von mehreren zivilgesellschaftlichen Gruppen organisiert und hob die anhaltenden Auswirkungen der Kriegsverbrechen gegen Serben durch Mitglieder des kroatischen Militärs, der Polizei und der Zivilbevölkerung während des Konflikts hervor. Die Redner betonten, dass die meisten dieser Verbrechen ununtersucht und ungestraft bleiben, während Institutionen sie historisch heruntergespielt oder ignoriert haben. Die Organisatoren wiesen darauf hin, dass über 22.000 Häuser verbrannt wurden und mehr als 200.000 Menschen zur Flucht gezwungen wurden, wobei die Zahl der dokumentierten Opfer der serbischen Ethnie 1.747 und der kroatischen Ethnie 466 betrug. Sie kritisierten die Normalisierung der Kriegsrhetorik und die Militarisierung der Gesellschaft und stellten fest, dass das Verfassungsgericht kürzlich entschieden hatte, dass das Innenministerium bei den Antikriegsprotesten im Jahr 2016 verfassungswidrig war.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Problem durch die Linse der historischen Ungerechtigkeit und Menschenrechtsverletzungen und betont den Mangel an Rechenschaftspflicht und institutioneller Komplizenschaft.






