Finnland und Israel haben laut Berichten des finnischen öffentlichen Rundfunks YLE stillschweigend ihr Verteidigungszusammenarbeitsabkommen um weitere zehn Jahre verlängert. Das ursprünglich 2013 unterzeichnete Memorandum of Understanding (MoU) wurde bis 2034 verlängert, was eine langfristige Verpflichtung zur Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung und Entwicklung, Beschaffung und strategische Verteidigungsinitiativen bedeutet. Die Verlängerung wurde Anfang 2024 von Finnlands Verteidigungsminister Antti Häkkänen genehmigt, obwohl sie inmitten des anhaltenden Konflikts in Gaza mit starker Kritik konfrontiert wurde.
Finnland versuchte, die Vereinbarung auf eine zehnjährige Laufzeit statt der zuvor vereinbarten fünfjährigen Laufzeit zu verlängern, ein Vorschlag, der vom israelischen Verteidigungsministerium akzeptiert wurde. Amir Baram, Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums, bestätigte die Annahme der Verlängerung. In einem Brief an YLE drückte er seine Wertschätzung für die Kooperationsbeziehung aus und freute sich auf zukünftige gemeinsame Projekte.
Israelische Verteidigungsunternehmen sind seit mehreren Jahren in Finnland präsent, mit mehreren Tochtergesellschaften, die im Land tätig sind.
Es folgte die Lieferung von Spike Panzerabwehrraketen an die finnische Armee im Jahr 2022 im Wert von 213 Millionen Euro. Ein weiterer bedeutender Kauf waren die Gabriel-Schiff-Raketen, die die finnische Marine 2018 mit 162 Millionen Euro erwarb. Diese Transaktionen unterstreichen die zunehmende Tiefe und den Umfang der militärischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Nationen. Derzeit sind zwischen Finnland und Israel etwa zwanzig verteidigungsbezogene Projekte im Gange.
Während dieses Besuchs konzentrierten sich die Gespräche auf die sich entwickelnden Sicherheitsprobleme und die Entwicklung eines mehrschichtigen Luftverteidigungssystems. Jaakkola betonte das Ziel, einen vernetzten und skalierbaren Verteidigungsrahmen zu schaffen, der sowohl schnelle als auch groß angelegte Luft- und Raketenbedrohungen angehen kann. Trotz der offiziellen Billigung des Abkommens zog der Schritt scharfe Kritik von den Oppositionsparteien Finnlands.
Häkkänen verteidigte die Verlängerung als Fortsetzung etablierter Praktiken und erklärte, dass sie Teil der Umsetzung bestehender Luftverteidigungs- und Beschaffungsvereinbarungen sei. Er beschrieb die Erneuerung als "keine dramatische neue Politik" und betonte ihre Ausrichtung auf frühere Verpflichtungen. Im Rahmen der erneuerten Absichtserklärung haben Finnland und Israel vereinbart, eine gemeinsame Koordinierungsgruppe zur Überwachung ihrer Verteidigungsbeziehungen zu gründen. Dieses Gremium wird jährlich zusammenkommen, um die bilateralen Verteidigungsbeziehungen zu überprüfen und voranzutreiben.
Die Veranstaltung umfasste eine breite Palette von Verteidigungstechnologien mit besonderem Schwerpunkt auf Luftabwehrsystemen und anderen kritischen militärischen Fähigkeiten.
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