Ein 73-jähriger Bollywood-Filmregisseur, Shakeel Noorani, wurde am Samstag in Mumbai verhaftet, nachdem er beschuldigt worden war, eine aufstrebende Schauspielerin vergewaltigt und eine Fehlgeburt verursacht zu haben. Der Vorfall ereignete sich Berichten zufolge im Jahr 2016, als Noorani die 33-jährige Frau unter dem Vorwand, ein Drehbuch zu diskutieren, in sein Haus in der Gegend von Mumbai lockte. Laut Polizei behauptete die Frau, dass Noorani ihr Getränk mit Sprit versetzt und sie sexuell angegriffen habe.
In den nächsten vier Jahren, sagt sie, nutzte Noorani sie durch wiederholte sexuelle Übergriffe aus, erpresste sie mit dem Filmmaterial und gab ihr Verhütungspillen. Die Frau behauptete auch, dass Noorani sie vergiftet habe, was zu einer Fehlgeburt führte. Der Fall wurde im Polizeirevier Malwani unter den Abschnitten der Bharatiya Nyaya Sanhita im Zusammenhang mit Vergewaltigung, Vergiftung, krimineller Einschüchterung und Fehlgeburt eingetragen.
Ein lokaler Polizeiteam aus Satara verhaftete ihn und übergab ihn an die Malwani-Polizei. Noorani wurde anschließend nach Mumbai gebracht und offiziell in Haft genommen. Ein lokales Gericht übergab ihn bis zum 12. August in Polizeigewahrsam. Noorani's Anwalt, Vikas Singh Goar, bestritt die Vorwürfe und erklärte, dass sein Klient fälschlicherweise verwickelt worden sei. Die Polizei habe jedoch erhebliche Beweise gesammelt, darunter die detaillierte Darstellung der Ereignisse durch die Frau und die angeblichen Videoaufnahmen. Die Ermittlungen sind im Gange, und das Gericht wird die Gültigkeit der Vorwürfe feststellen.
Noorani arbeitete ausgiebig in Bollywood und dirigierte Filme wie Vishnu Devaa (1991), Shreeman Aashique (1993), Bade Dilwala (1999) und Joru Ka Ghulam (2000). Diese Filme umfassen namhafte Stars wie Govinda und Suniel Shetty. Die Polizeiuntersuchung ergab, dass Noorani nach der ersten Beschwerde fast zwei Monate lang der Aufdeckung aus dem Weg gegangen war.
Dieses Verhaltensmuster erstreckte sich über mehrere Jahre, in denen sie behauptet, dass sie wiederholter sexueller Gewalt und psychischem Zwang ausgesetzt war. Zusätzlich zu den Vergewaltigungs- und Erpressungsvorwürfen entdeckte die Polizei weitere beunruhigende Details. Während der Durchsuchung von Nooranijs Bauernhaus in Satara entdeckten die Behörden 600 Videos auf seinem Telefon, die Fälle sexuellen Missbrauchs mit Minderjährigen und Männern darstellten. Diese Materialien deuten auf ein breiteres Ausbeutungsmuster über den spezifischen Fall der Schauspielerin hinaus hin. Die Art dieser Videos wirft ernste Bedenken über den Umfang des mutmaßlichen Fehlverhaltens von Noorani und die möglichen Auswirkungen auf andere Opfer auf.
Die Polizei untersucht diese Materialien im Rahmen der laufenden Ermittlungen. Die Verhaftung erfolgt inmitten einer zunehmenden Kontrolle mächtiger Persönlichkeiten in der Unterhaltungsindustrie, insbesondere in Bezug auf Vorwürfe sexuellen Fehlverhaltens. Der Fall hebt die Herausforderungen hervor, denen sich Überlebende gegenübersehen, die Gerechtigkeit suchen, insbesondere wenn es um hochkarätige Personen geht. Die Entscheidung der Frau, nach Jahren des Schweigens nach vorne zu treten, unterstreicht den Mut, der erforderlich ist, um solchen Räubern entgegenzutreten.
Der Gerichtsprozess wird entscheiden, ob die Vorwürfe gegen Noorani vor Gericht gelten, aber die Entdeckung der 600 Videos deutet darauf hin, dass der Fall weitreichende Auswirkungen haben könnte.
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