Die Bundesregierung hat Pläne angekündigt, zwischen 2027 und 2029 25 zusätzliche lineare Beschleuniger zu erwerben, um die Krebsbehandlungskapazität in Nigeria zu steigern. Die Ankündigung erfolgte während einer Sitzung der technischen Arbeitsgruppe des Nationalen Krebsbekämpfungsplans (NCCP) und des Global Advisory Council in Abuja, wo der Staatsminister für Gesundheit und Soziales, Iziaq Salako, die Initiative enthüllte. Präsident Bola Tinubu genehmigte die Beschaffung als Teil einer breiteren dreijährigen Strategie zur Verbesserung der Krebsbehandlung.
Der Erwerb von Linearbeschleunigern, Maschinen, die in der Strahlentherapie zur gezielten Behandlung von Krebszellen mit minimalem Schaden für gesundes Gewebe verwendet werden, soll kritische Lücken im nigerianischen Gesundheitssystem beseitigen. Herr Salako betonte, dass die Nation einer erheblichen Krebsbelastung ausgesetzt ist, da viele Patienten aufgrund von Verzögerungen bei der Diagnose und unzureichender Infrastruktur, qualifiziertem Personal und finanzieller Unterstützung zu spät eine Behandlung suchen. Er betonte, dass der Nationale Krebsbekämpfungsplan 2026302030 darauf abzielt, diese Herausforderungen durch umfassende Strategien zu bewältigen, die Prävention, Früherkennung, Behandlung, Forschung und Zusammenarbeit umfassen.
Der Aufbau von sechs Cancer Centers of Excellence hat begonnen, drei sind bereits fertiggestellt und die Arbeiten an den verbleibenden Standorten laufen. Die Prävention bleibt ein Schwerpunkt, wobei die Regierung den Human Papillomavirus (HPV) -Impfstoff in ihr Routine-Immunisierungsprogramm integriert, um die Inzidenz vermeidbarer Krebsarten zu reduzieren. Herr Salako stellte fest, dass Präsident Tinubu starken Wert auf die Prävention gelegt hat, was zur Genehmigung der HPV-Impfung als Teil des nationalen Immunisierungsplans führte. Es werden auch Anstrengungen unternommen, um Hepatitis-Impfprogramme zu stärken, das Gebärmutterhalskrebs-Screening zu erweitern und Screening-Dienste in die primären Gesundheitseinrichtungen zu integrieren.
Darüber hinaus hat die Regierung das Blutkrebskonsortium ins Leben gerufen, das durch Spenden von Ausrüstung und Ressourcen unterstützt wird, um die Fähigkeiten von Pathologielabors im ganzen Land zu verbessern. Diese Initiative spiegelt ein wachsendes Engagement für die Verbesserung der Diagnosegenauigkeit und der Behandlungswirksamkeit von bösartigen Blutkrebserkrankungen wider. Abidemi Omonisi, Präsident der Nigerian Cancer Society, lobte die Regierung für die Förderung eines koordinierten Ansatzes zur Krebskontrolle. Er wies darauf hin, dass die Fragmentierung der Interessengruppen historisch zu doppelten Bemühungen und begrenzten Ergebnissen geführt hat.
Die NCCP-Technische Arbeitsgruppe befasst sich mit diesem Thema, indem sie Regierungsbehörden, Forscher, Kliniker, Entwicklungspartner und Krebsorganisationen unter einer gemeinsamen Agenda vereint. Stärkere internationale Partnerschaften und Engagement mit der nigerianischen Diaspora werden als potenzielle Wege für die Förderung der Forschung, des Technologietransfers und des Zugangs zu hochmodernen Krebsbehandlungen angesehen. Folakemi Odedina, Vorsitzender der NCCP-Technischen Arbeitsgruppe, erklärte, dass die Gruppe schnell von der Planung zur Ausführung übergegangen ist.
Sie stellte fest, dass verschiedene Gruppen, darunter staatliche Institutionen, Wissenschaftler, Patienten, Anwälte, Überlebende, Vertreter der Industrie und internationale Partner, sich um eine einheitliche Mission zur Krebsbekämpfung zusammengeschlossen haben. Fortschritte werden in Bereichen wie Prävention, Früherkennung, Behandlung, Überleben, Palliativversorgung, Forschung, klinische Studien, Arbeitskräftetraining und digitale Gesundheitsinnovationen erzielt. Der Global Advisory Council trägt spezialisiertes Wissen in Bereichen wie Krebsprävention und Behandlung bis hin zu Genomik, Implementierung von Wissenschaft, Arbeitskräfteentwicklung, Datenmanagement und künstlicher Intelligenz bei.
Darüber hinaus konzentrieren sich die Bemühungen auf die Stärkung des Rahmenwerks für klinische Onkologie-Studien in Nigeria, um einen besseren Zugang zu neuartigen Therapien zu gewährleisten. Frau Odedina zeigte sich zuversichtlich, eine gut ausgebildete Belegschaft zu produzieren und die institutionellen Kapazitäten zu stärken, um den sich entwickelnden Anforderungen der Krebsversorgung gerecht zu werden. Diese Entwicklungen unterstreichen die Entschlossenheit der Regierung, den Ansatz Nigerias zur Krebsbehandlung durch strategische Investitionen und gemeinsame Anstrengungen zu verändern.
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