Der Vorstandsvorsitzende der Formel E, Jeff Dodds, äußerte sich zuversichtlich, dass seine vollelektrische Rennserie die Formel 1 bei der Erreichung eines Meilensteins übertreffen wird: eine Frau auf der Hauptmeisterschaftsstufe vor der traditionellen Motorsporthierarchie antreten wird.
Er betonte, dass die Formel E im Vergleich zur Formel 1 einzigartige Vorteile für aufstrebende weibliche Fahrer bietet, insbesondere in Bezug auf den Zugang zu den tatsächlichen Meisterschaftswagen für Tests.
Er wies auf die strukturellen Unterschiede zwischen den beiden Serien hin und stellte fest, dass der Ansatz der Formel E den weiblichen Fahrern einen direkten Weg bietet, die Meisterschaftswagen zu erleben, anstatt sie zu verpflichten, mit begrenzten Ressourcen durch mehrere Junior-Serien voranzukommen.
Dodds betonte, dass mehrere Teams bereits Frauen in ihre Entwicklungsprogramme integriert haben. Zum Beispiel ist Japans Juju Noda mit Jaguar, Deutschlands Sophia Floersch mit Opel und der Philippiner Bianca Bustamante mit Cupra Kiro. Er stellte auch fest, dass die Formel E plant, in den kommenden Saisons stark in den Ausbau des Frauenprogramms zu investieren, mit dem Ziel, dass weibliche Fahrer innerhalb von zwei bis drei Jahren auf Meisterschaftsniveau antreten.
Die neuen Gen 4 Autos, die in der nächsten Saison debütieren sollen, werden weiblichen Fahrern durch Funktionen wie Servolenkung, die in Formel 2 und Formel 3 Autos fehlen, weiter helfen. Dieser technologische Fortschritt könnte dazu beitragen, das Spielfeld zu ebnen, insbesondere angesichts der körperlichen Anforderungen an Fahrer in höheren Geschwindigkeitskategorien.
Die 17-jährige Schwedin Alexia Danielsson repräsentiert die nächste Welle potenzieller weiblicher Fahrer. Sie begann im Alter von 14 Jahren mit dem Rennen und ist entschlossen, trotz der langen Chancen eine Karriere in der Formel 1 zu verfolgen.
Initiativen wie More Than Equal, gegründet von dem ehemaligen F1-Rennfahrer David Coulthard und dem tschechischen Milliardär Karel Komarek, zielen darauf ab, weibliche Talente zu identifizieren und zu entwickeln.
Mit fortgesetzten Investitionen und der Zusammenarbeit zwischen den Teams erscheint das Ziel, eine weibliche Fahrerin auf Meisterschaftsniveau zu haben, zunehmend plausibel und könnte die Landschaft des High-Stakes-Rennens in naher Zukunft neu gestalten.
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