In einem feierlichen akademischen Treffen, das heute im Museum für Moderne und Zeitgenössische Kunst in Rijeka stattfand, betonten Beamte und Vertreter des Landkreises Primorsko-Goranska und der Stadt Rijeka die dauerhafte Bedeutung des Antifaschismus als grundlegendes Element des modernen Kroatiens. Die Veranstaltung, die die Tage des antifaschistischen Kampfes markierte, brachte lokale Führer, Historiker und Mitglieder der Zivilgesellschaft zusammen, um über die historische und zeitgenössische Relevanz antifaschistischer Werte nachzudenken. Die Diskussionen unterstrichen, wie diese Prinzipien weiterhin die Identität und die Politik der Region prägen, insbesondere in Gebieten wie Istrien, Kvarner, Primorje und dem Gorski Kotar.
Die Veranstaltung wurde vor dem Hintergrund wachsender Bedenken über das Wiederaufleben rechtsextremer Ideologien und die potenzielle Erosion demokratischer Normen organisiert.
Ivica Lukanović, der Bürgermeister des Landkreises Primorsko-Goranska, äußerte sich zutiefst besorgt darüber, dass der Antifaschismus zunehmend mit negativen Konnotationen in bestimmten Bevölkerungsgruppen in Verbindung gebracht wird. Er beschrieb diesen Trend als historisch absurd und sozial gefährlich und betonte, dass der Antifaschismus einen universellen Schrei gegen das Böse und die Ungerechtigkeit darstellt. Lukanović wies darauf hin, dass die Geschichte des Landkreises tief mit dem antifaschistischen Widerstand während des Zweiten Weltkriegs verflochten ist, der den Grundstein für den modernen kroatischen Staat legte.
Er stellte fest, dass die gleichen Werte, die von Partisanen und Verteidigern während des Heimatkriegs verteidigt wurden, auch heute noch relevant sind, insbesondere angesichts des zunehmenden Nationalismus und der Fremdenfeindlichkeit.
Iva Rinčić, die Bürgermeisterin von Rijeka, äußerte ähnliche Gefühle und erklärte, dass die Freiheit in Kroatien kein Baum ohne Wurzeln ist, sondern ein Baum, der aus Schichten historischer Gerechtigkeit wächst. Sie betonte, dass Antifaschismus nicht nur ein ideologisches Etikett ist, sondern ein wichtiger Bestandteil der Identität von Rijeka. Rinčić argumentierte, dass die Annahme antifaschistischer Prinzipien bedeutet, Hass abzulehnen, gegen Ungerechtigkeit zu stehen und die Menschenwürde über nationale, religiöse oder ethnische Unterschiede hinaus zu schätzen. Sie forderte eine Zukunft, in der Rijeka nicht mehr von seiner Vergangenheit eingeschränkt wäre, sondern stattdessen auf der Grundlage eines inklusiven Dialogs und gegenseitigen Respekts voranschreiten würde.
Vojko Obersnel, Präsident des Verbandes der antifaschistischen Kämpfer und Antifaschisten der Stadt Rijeka, warnte davor, dass der Faschismus nicht tot ist und eine Bedrohung in der zeitgenössischen Politik bleibt. Er hob den zunehmenden Einfluss von Einwanderungsbewegungen und Bemühungen hervor, hart erkämpfte Menschenrechtsleistungen zu untergraben. Trotz dieser Herausforderungen erinnerte Obersnel die Teilnehmer daran, dass Kroatien dank des Kampfes der Partisanen als Sieger aus dem Zweiten Weltkrieg hervorgegangen ist. Er betonte, dass die Grenzen des Landes, das wir heute kennen, durch antifaschistischen Widerstand gesichert wurden, ein Vermächtnis, das erhalten und geehrt werden muss.
Die Teilnehmer erkannten die komplexe Beziehung zwischen historischer Erinnerung und heutiger politischer Dynamik an und stellten fest, dass die Lehren der Vergangenheit zwar von entscheidender Bedeutung sind, sie jedoch sorgfältig angewendet werden müssen, um aktuelle Probleme anzugehen. Dies beinhaltet die Bekämpfung der Verbreitung extremistischer Rhetorik und die Gewährleistung, dass demokratische Institutionen widerstandsfähig gegenüber spaltenden Kräften bleiben.
Nach Abschluss der Diskussionen gab es einen klaren Konsens unter allen Teilnehmern, dass der Antifaschismus mehr als eine historische Referenz ist - es ist ein Leitprinzip, das weiterhin den moralischen Kompass der kroatischen Gesellschaft prägt.Die Veranstaltung ließ keinen Zweifel daran, dass der Kampf gegen den Faschismus und seine Manifestationen eine zentrale Aufgabe für die Nation bleibt, die Wachsamkeit, Aufklärung und kollektives Engagement für die Wahrung der Werte von Frieden, Gerechtigkeit und Gleichheit erfordert.
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