Die Europäische Union hat einen bedeutenden Schritt unternommen, um die wachsende Bedrohung durch eine invasive Meeresspezies zu bekämpfen, die als Silberwangerkröte (Lagocephalus sceleratus) bekannt ist. Diese Initiative ist die erste ihrer Art in Europa und wurde von Griechenland in Zusammenarbeit mit EU-Mitteln ins Leben gerufen.
Ab Montag konzentriert sich die Initiative zunächst auf zwei Regionen - Kreta und die südliche Ägäis -, in denen der Fisch zunehmend beobachtet wird.Im Rahmen des Programms erhalten die Fischer, die jedes Kilogramm Krötefisch fangen, eine Zahlung in Höhe von 5,33 €.Das Gesamtbudget für dieses Projekt beläuft sich auf 1,5 Mio. € aus europäischen Mitteln.Der Generalsekretär des griechischen Landwirtschaftsministeriums, Spiros Protopsaltis, betonte, dass Regionen, die sich frühzeitig anmelden, das Programm schneller umsetzen können.
Nach dem Fang sind die lokalen Behörden für die Lagerung der Fische unter Kühlbedingungen und die Entsorgung in speziellen Einrichtungen verantwortlich.Ähnliche finanzielle Anreize wurden bereits in Zypern eingeführt, wo die Fischer 4,73 Euro pro Kilogramm derselben Art erhalten.
Der Silberwangige Krötefisch stammt aus dem Roten Meer, dem Indischen Ozean und dem Pazifischen Ozean. Er erreichte das Mittelmeer über den Suezkanal, ein Phänomen, das häufig mit dem Klimawandel und den steigenden Meerestemperaturen verbunden ist, was es invasiven Arten ermöglicht, in neue Gebiete zu expandieren. Der Fisch birgt mehrere Bedrohungen: Seine starken Zähne können Fischernetze beschädigen und erhebliche wirtschaftliche Verluste verursachen, während sein Fleisch Tetrodotoxin enthält, eines der gefährlichsten natürlichen Toxine, das bei Einnahme tödlich sein kann.
Diese Maßnahme ist Teil eines nationalen Aktionsplans, der im Jahr 2024 vom Hellenischen Zentrum für Meeresforschung (ELKETHE) entwickelt wurde. Der Plan beinhaltet finanzielle Anreize für den Fang des Fisches, die Überwachung seiner Verbreitung und die Entschädigung der Fischer für Schäden, die durch beschädigte Netze verursacht werden. Weitere Schritte zur Umsetzung des Plans werden auf einer Sitzung am 1. Juli mit Vertretern der zuständigen Ministerien erörtert.
In der Zwischenzeit hat das griechische Rote Kreuz Leitlinien für den Umgang mit Fälle von Fischbissen herausgegeben und die Öffentlichkeit vor den Gefahren des giftigen Fleisches gewarnt.
Ein kürzlich in der griechischen Ferienstadt Pefkohori aufgetretener Vorfall unterstreicht die potenziellen Risiken, die mit dieser Art verbunden sind. Eine Schwimmerin wurde in flachem Wasser von dem Froschfisch gebissen, woraufhin sie in einem örtlichen Gesundheitszentrum Hilfe erhielt.
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