Die Europäische Union steht unter zunehmendem Druck durch Chinas Exportanstieg, der die europäischen Industrien durch die Überflutung des Marktes mit billigen Waren bedroht. Diese Situation hat zu erheblichen Bedenken hinsichtlich des Arbeitsplatzverlusts im europäischen verarbeitenden Gewerbe geführt, wobei Schätzungen zufolge allein in Deutschland über 400.000 Arbeitsplätze von den Exporten nach China abhängen. Das Handelsdefizit der EU mit China erreichte 2025 365 Milliarden Euro, was zu Forderungen nach stärkeren Schutzmaßnahmen führte. Während zuvor viele europäische Länder den Handel mit China als eine Chance betrachteten, insbesondere Deutschland mit seiner auf chinesischen Märkten angewiesenen Automobilindustrie, wächst nun der politische Druck, eine assertivere Politik zu verfolgen. Frankreich hat sich seit langem für einen größeren Schutz der europäischen Industrie ausgesprochen, und sogar der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz, der zuvor einen moderaten Ansatz unterstützte, fordert jetzt offen mehr Schutzmaßnahmen. Als Reaktion darauf hat die EU bereits Zölle auf Einfuhren aus außereuropäischen Ländern eingeführt und Zölle auf Elektrofahrze aus China eingeführt.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Sichtweise auf das Thema und diskutiert sowohl die wirtschaftlichen Herausforderungen, die durch die chinesischen Exporte entstehen, als auch die sich entwickelnde Haltung der EU zur Umsetzung von Schutzmaßnahmen.






