Der Europäische Rechnungshof hat einen Jahresbericht veröffentlicht, in dem er vor einer zunehmenden Verschuldung der EU warnt, die aufgrund des Erholungsplans "NextGenerationEU" nach der Pandemie bis 2027 eine Billion Euro erreichen könnte. Pierre Moscovici, ehemaliger EU-Kommissar und derzeitiges Mitglied des Europäischen Rechnungshofs, erkennt die finanzielle Belastung an, argumentiert aber, dass für die Wettbewerbsfähigkeit Europas gegenüber den USA und China mehr Investitionen notwendig sind. Die bevorstehenden Verhandlungen über den neuen EU-Haushalt für 2028 bis 2034 dürften äußerst umstritten sein, da sich "frugal"-Länder wie Deutschland, die Niederlande und Dänemark gegen eine vorgeschlagene Erhöhung auf 2 Billionen Euro aussprechen, während andere sie unterstützen, um die Kohäsions- und Agrarpolitik aufrechtzuerhalten. Moscovici betont die Notwendigkeit eines ehrgeizigen Kompromisses, um wirtschaftliche, soziale und geopolitische Herausforderungen anzugehen.
Tendenz-Einschätzung (Mitte): Der Artikel präsentiert eine ausgewogene Sicht der Debatte um den EU-Haushalt und zitiert Pierre Moscovici, der sich für Investitionen einsetzt, während er die finanzielle Belastung anerkennt.





