Die EU-Innenminister haben ihre Solidarität mit Spanien nach der jüngsten Migrationskrise in Ceuta bekräftigt, trotz früherer Kritik an Madrids Handhabung der Situation. Am 4. August 2026 trafen sich die Innenminister der Europäischen Union, um die Folgen des Zustroms von Migranten in die spanische Enklave Ceuta, die sich direkt über die Grenze zu Marokko befindet, anzugehen. Während einige Mitgliedstaaten zuvor Bedenken hinsichtlich der Einwanderungspolitik Spaniens geäußert hatten, endete das Treffen mit einer klaren Unterstützung für Spanien.
Er betonte, dass die Integrität des Schengen-Raums intakt geblieben sei, was den Erfolg der kollektiven Bemühungen zur Bewältigung der Krise unterstreiche. Die Situation in Ceuta eskalierte rasch, als innerhalb weniger Tage etwa 72.000 Migranten in die Region einreisten.
"Es kann nicht sein, dass einzelne Regierungen entscheiden, ob unsere Außengrenzen sicher sind", erklärte er und argumentierte, dass solche Entscheidungen kollektiv auf EU-Ebene getroffen werden sollten. Diese Haltung wurde von anderen politischen Persönlichkeiten kritisiert. René Repasi, ein deutscher Abgeordneter des Europäischen Parlaments, der die Sozialdemokratische Partei vertritt, warnte davor, Frontex unkontrollierte Befugnisse zu gewähren. Er wies darauf hin, dass es keine parlamentarische Aufsicht geben würde, wenn Frontex Fehler macht, was er für inakzeptabel hielt.
Der spanische Innenminister Fernando Grande-Marlaska zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis der Gespräche. Er stellte fest, dass einige EU-Länder zunächst Spaniens Migrationspolitik kritisiert hatten, aber letztendlich vollständige Solidarität mit Madrid bekundeten. "Es gab keine Einwände, keine gegensätzlichen Erklärungen, sondern vielmehr die Anerkennung der Wirksamkeit der spanischen Arbeit", sagte er.
Der Migrationsanalytiker Gerald Knaus wies die Behauptung zurück, dass die spanische Politik zu einer Zunahme der Migrantenankünfte geführt habe, und wies darauf hin, dass die Legalisierung von Arbeitsplätzen ohne Papiere, vor allem aus Lateinamerika, seit Januar in Kraft sei. "Die Zahl der irregulären Ankünfte ist nach diesen Legalisierungen nicht gestiegen", erklärte Knaus und stellte fest, dass die Zahl auch in der aktuellen Periode im Vergleich zu den Vorjahren stabil bleibt. Er forderte die EU-Führer auf, sich auf einen konstruktiven Dialog mit Drittländern zu konzentrieren, anstatt die Schuld im Inland zu legen. Knaus betonte ferner das Ausmaß der Herausforderung und verglich die Zahl der irregulären Migranten, die im vergangenen Jahr nach Spanien kamen, mit dem Anstieg in Griechenland aus der Türkei im Jahr 2015.
Er betonte die Notwendigkeit eines einheitlichen Ansatzes für das Migrationsmanagement und hob die Zusammenarbeit vor der Konfrontation hervor. "Europa sollte sich an konstruktiven Gesprächen mit Drittländern beteiligen, anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen", riet er und forderte eine kohärentere Strategie, um die anhaltenden Herausforderungen an den Außengrenzen der EU anzugehen.
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