Äthiopische Bürger versammelten sich in Addis Abeba, um gegen das zu protestieren, was sie als Zwangsrekrutierung von Zivilisten durch die Tigray People's Liberation Front (TPLF), eine regionale politische Partei, bezeichnen. Human Rights Watch (HRW) behauptet, dass die Behörden in Tigray Personen ab 15 Jahren entführen und zwangsrekrutieren, nächtliche Überfälle auf Häuser, Büros und Bergbaustellen durchführen. Diese Aktionen erfolgen inmitten erhöhter Spannungen zwischen Tigray und der äthiopischen Bundesregierung, mit Berichten über Massenübernahmen und dem Einsatz von Nachbarschaftsinformanten zur Identifizierung potenzieller Rekruten. Während lokale Beamte die Wiedereinstellung von Veteranen gefordert und Befehle für den obligatorischen Militärdienst ausgegeben haben, leugnet die TPLF die Zwangsrekrutierung. Zeugen beschreiben erschütternde Erfahrungen mit Entführungen, Schlägen und der Notwendigkeit, ständig umzuziehen, um die Wehrpflicht zu vermeiden.
Tendenz-Einschätzung (Progressiv): Der Artikel formuliert das Thema aus der Perspektive von Menschenrechtsverletzungen und zitiert HRW und Augenzeugenberichte, um systematische Missbräuche hervorzuheben.





