Das Great Barrier Reef hat nach Jahren des Korallenbleichens Anzeichen einer leichten Erholung gezeigt, wie neue Daten des Australian Institute of Marine Science (AIMS) zeigen. Der jüngste Bericht zeigt, dass kühlere Wassertemperaturen durch späte Monsunregen Anfang 2025 dazu beigetragen haben, die Bedingungen für Korallen zu verbessern. Dies führte zu einem gewissen Grad der Erholung, insbesondere in den nördlichen und zentralen Regionen des Riffs.
Nach den Erkenntnissen stieg die Abdeckung von lebenden Harten Korallen in den nördlichen und zentralen Teilen des Riffs leicht an. 6%. 4%. Die Forscher untersuchten insgesamt 121 Riffe, von denen 28% eine Verbesserung zeigten, 56% stabil blieben und 16% einen Rückgang erlebten. Der diesjährige Bericht markiert das sechste Massenbleichereignis am Great Barrier Reef seit 2016, obwohl dieses deutlich kleiner und weniger schwerwiegend war als der Vorfall von 2024.
Trotz dieser Schwierigkeiten scheint die kürzlich eingetretene Abkühlung etwas Erleichterung zu bringen, so daß bestimmte Teile des Riffs langsam wieder zu sich kommen können. Dr. Maren Ziegler, Meeresbiologin an der Justus-Liebig-Universität in Gießen (Deutschland), erklärt, daß sich die Zeichen der Genesung auf verschiedene Arten zeigen können.
Wissenschaftler überwachen solche Muster, um die Gesundheit des Riffs im Laufe der Zeit zu beurteilen. Experten betonen, dass die Eindämmung des Klimawandels für das langfristige Überleben der Korallenökosysteme weltweit entscheidend ist. Dr. Ziegler betont, dass globale Bemühungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unerlässlich sind. "Wenn wir die Auswirkungen des Klimawandels nicht umkehren, wird es sehr wenige Chancen für Korallen auf der ganzen Welt geben, sich zu erholen", sagt sie. Lokale Faktoren spielen auch eine Rolle bei der Bestimmung der Widerstandsfähigkeit des Riffs. Ozeanströmungen beeinflussen die Verteilung von Nährstoffen und kühlem Wasser, während Sediment und Nährstoffabfluss aus Flüssen Korallen belasten können.
Die Verringerung lokaler Belastungen wie Umweltverschmutzung und Landnutzungsänderungen kann dazu beitragen, günstigere Bedingungen für die Erholung zu schaffen. Neben den steigenden Meerestemperaturen gefährden Korallenriffe weiterhin andere Bedrohungen. Dazu gehören schlechte Wasserqualität, Ausbrüche von Dornkronensternen, die sich von Korallen ernähren, und die zunehmende Häufigkeit von Zyklonen und extremen Wetterereignissen. Diese kombinierten Stressfaktoren erschweren es Korallen, sich vollständig zu erholen, auch wenn sich die Umweltbedingungen vorübergehend verbessern. Wissenschaftler warnen davor, dass die Zukunft des Great Barrier Reef und ähnlicher Ökosysteme auf der ganzen Welt unsicher bleibt, wenn nicht nachhaltig Maßnahmen ergriffen werden, um sowohl globale als auch lokale Bedrohungen zu bekämpfen.
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